Pariser Migrationsgipfel Treffen soll Zusammenarbeit mit Afrika stärken

Damit Menschen künftig nicht mehr über das Mittelmeer flüchten, möchte Europa enger mit Transitländern in Afrika zusammenarbeiten. Präsident Macron empfängt neben Italiens und Spaniens Regierungschefs auch Angela Merkel.
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Macron hatte bereit im Juli auf Registrierungszentren (sogenannte Hotspots) für Asylbewerber in Afrika gedrungen. Quelle: dpa
Macron und Merkel

Macron hatte bereit im Juli auf Registrierungszentren (sogenannte Hotspots) für Asylbewerber in Afrika gedrungen.

(Foto: dpa)

ParisEin Gipfel europäischer und afrikanischer Länder in Paris soll die Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise voranbringen. Ziel ist es, Migrationsbewegungen nach Europa einzudämmen und somit Menschen von der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer abzuhalten. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird dazu am Montagnachmittag im Élyséepalast erwartet.

Zudem empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Regierungschefs Italiens und Spaniens sowie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Aus Afrika nehmen die Präsidenten Nigers und Tschads sowie der Ministerpräsident der schwachen libyschen Übergangsregierung teil - alle drei Länder liegen entlang der Migrationsroute nach Europa. Europäische Staaten setzen in der Flüchtlingskrise schon länger große Hoffnungen auf eine engere Kooperation mit Herkunfts- und Transitländern.

Nach einem Bericht der italienischen Zeitung „Corriere della Sera“ sieht der Entwurf eines Gipfeldokuments unter anderem die Schaffung „alternativer Einnahmequellen“ für Menschen in Libyen und Niger vor, um sie von Schleusertätigkeiten abzuhalten. Zudem soll dem Bericht zufolge diskutiert werden, Migrantenzentren unter UN-Aufsicht in Libyen zu schaffen. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht, der Élyséepalast äußerte sich auf Anfrage nicht.

Solche Überlegungen sind wegen der instabilen politischen Lage in dem Bürgerkriegsland Libyen umstritten. Macron hatte im Juli auf Registrierungszentren (sogenannte Hotspots) für Asylbewerber in Afrika gedrungen. Der Élyséepalast hatte damals aber schnell hinterhergeschoben, dass die Sicherheitsvoraussetzungen in Libyen derzeit nicht gegeben seien.

Merkel nannte in einem Podcast-Interview am Wochenende das Ziel, dass mehr Geflüchtete in Libyen Schutz von UN-Organisationen erhalten. Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter erklärte dazu: „Es ist zynisch, wenn Frau Merkel eine Unterbringung von Flüchtlingen in Libyen nach humanitären Standards vorschlägt, wohlwissend, dass diese Standards auf absehbare Zeit nicht zu erreichen sind.“

Die Lage von Migranten in Libyen sei furchtbar, sagte Raphael Shilhav von der Entwicklungsorganisation Oxfam der Deutschen Presse-Agentur. Er kritisierte, der Fokus der europäischen Politik liege „eher auf der Zahl der Ankünfte als auf der Sicherheit der Menschen“.

In diesem Jahr erreichten nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration mehr als 120.000 Menschen Europa über das Mittelmeer. In den Sommermonaten Juli und August ging die Zahl der Flüchtlinge, die in Italien ankamen, allerdings deutlich zurück. Im Vergleich zum Vorjahr erreichten allein in diesem Monat knapp 90 Prozent weniger Flüchtlinge die italienische Küste, wie aus Zahlen des Innenministeriums in Rom hervorgeht.

Die von europäischen Staaten unterstützte libysche Küstenwache führt dies vor allem auf intensivere Kontrollen im Mittelmeer zurück. Zudem hätten private Organisationen mehrere Schiffe zurückgezogen, die bisher Migranten aus dem Meer aufgenommen hatten. Deswegen machten sich weniger Schmuggelboote auf den Weg, sagte ein Sprecher.

Experten gehen davon aus, dass der Rückgang auch mit dem Aufkommen einer neuen bewaffneten Gruppe in Libyen zu tun haben könnte, die die Schmuggler am Ablegen hindert. Unklar ist, ob die Entwicklung von Dauer ist. Libyen ist derzeit der wichtigste Abfahrtsort für Menschen, die versuchen, illegal über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. In dem Land herrscht nach jahrelangem Bürgerkrieg Chaos, zahlreiche Milizen kämpfen um die Macht.

  • dpa
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4 Kommentare zu "Pariser Migrationsgipfel: Treffen soll Zusammenarbeit mit Afrika stärken"

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  • Sher schön, bald wird man meine Schiffe und Container brauchen. Ferien-Inseln für den Neger auf der Flucht mitten im Meer mit Plastik-Palmen. Das wir ein Geschäft.
    Haste ne Plastik-Palme auf Meer, liegt der Neger auch schon quer. Ha Ha Ha

  • Billige Wahl-Show für Frau Dr. Merkel oder soll sie das Geld geben, daß die Anderen dann rausschmeißen, hätte auch Tradition.

  • Damit Menschen künftig nicht mehr über das Mittelmeer flüchten, möchte Europa enger mit Transitländern in Afrika zusammenarbeiten. Präsident Macron empfängt neben Italiens und Spaniens Regierungschefs auch Angela Merkel.

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    Wenn MACRON DIE FEHLER DER EUROPÄISCHER UNION WEG SCHMINKEN WILL ... BRAUCHT MACRON MEHR ALS DIE 26000 EURO DEN ER FÜR SICH SELBER BRAUCHT !!!

    DIE FEHLER DER EUROPÄISCHER UNION SIND MIT SCHMINKE NICHT ZU VERSTECKEN !!!

    Und 500 MILLIONEN EUROPÄER LEIDEN TAGTÄGLICH UNTER DIESER " EU " !!!

    SUIZID RATE IN EUROPA NOCH NIE SO HOCH GEWESEN WIE IM MOMENT IN EUROPA UNTER DER FÜHRUNG DIESER SO SICH SELBST LOBENDER " EU " !!!

    Wenn die Afrikaner dann hier sind und alles durchschaut haben, gehen die alle sehr gerne zurück nach Afrika !!!

    Hört mal in Afrika herum was zurück gekehrte nach Afrika negatives über Europa berichten !!!

  • Ich nehme an Fr. Merkel verspricht sich von der Konferenz (Show) Wählerstimmen die meinen, dass Fr. Merkel etwas gegen Masseneinwanderung tun würde. Ich vermute, dass Fr. Merkel nach der Wahl andere Einwanderungswege*.. Beispiel: Kontigente aus der Türkei etc. öffnen wird.

    Soweit bekannt haben sich die Osteuropäer und Österreicher seit langem für ein Schliessen der Einwanderungsroute über das Mittelmeer ausgesprochen. Haupthindernis war bislang Fr. Merkel die von ihren Goldstücken nicht lassen konnte und die Italiener die meinten die Goldstücke an Fr. Merkel weitergeben zu können.

    Wenn man lybische Politiker hört, wollen diese keine stark pigmentierten Mitmenschen im Land (Araber sind auch Rassisten). Sie wollen keine Asyllager betreiben und nicht für irgendwelche Zustände verantwortlich gemacht werden die die Europäer mit ihrem Wunsch nach Umvolkung verursacht haben. Aus Sicht Lybiens wird ein Zaun an dessen Südgrenze bevorzugt.

    *Das aktuelle Einwanderungsverfahren bei dem die Einwanderer auf dem Landweg nach Lybien reisen, sich von Schleppern in Schlauchbooten ein paar Meilen aufs Meer bringen lassen wo sie dann von den NGO Schiffen in die Sozialhilfe nach Europa transportiert werden, ist ineffektiv, lebensgefährlich und eine erkennbare Farce/Show.

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