Parlamentssitze
Jordanische Wähler geben Islamisten einen Korb

Bei der Parlamentswahl in Jordanien haben königstreue Kandidaten erneut die Mehrheit der 110 Sitze gewonnen. Die Islamische Aktionsfront (IAF), die einzige Oppositionspartei von Bedeutung, musste nach den am Mittwoch veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen Verluste einstecken.

HB AMMAN. Die Aktionsfront, politischer Arm der Muslimbrüder, erhielt acht Sitze. Bei der Wahl 2003 hatte sie 17 Sitze errungen.

Die IAF, die mit dem Slogan "Der Islam ist die Lösung“ geworben hatte, warf der Regierung Wahlmanipulation vor. Die Regierung wies die Vorwürfe zurück. Die Tageszeitung "Alarab Alyawm“ berichtete am Mittwoch von einigen Fällen von Stimmenkauf. Innenminister Eid al- Fajes hatte am Vortag eingeräumt, im Zusammenhang mit Wahlfälschung habe es einige Festnahmen gegeben.

Es war die zweite Parlamentswahl unter der Herrschaft von König Abdullah II. (45), der den Haschemiten-Thron 1999 nach dem Tod seines Vaters König Hussein bestiegen hatte. Abdullah II. ist ein enger Verbündeter Washingtons. Die Machtbefugnisse des Parlaments in Jordanien sind nicht sehr groß.

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