Parlamentswahl
In der Ukraine steht es Spitz auf Knopf

Nach der vorgezogenen Parlamentswahl in der Ukraine liegt das prowestliche Lager unter Führung der Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko knapp vorne. Allerdings sind fast zwei Tage nach der Schließung der Wahllokale nicht alle Stimmen ausgezählt.

HB KIEW. Nach Auszählung von mehr als 96 Prozent der Stimmen wurde zwar die Partei der Regionen von Regierungschef Viktor Janukowitsch stärkste Kraft, wie die Wahlleitung in Kiew am Dienstag mitteilte. Timoschenkos Block (BJuT) konnte aber zunächst gemeinsam mit der Präsidentenpartei Unsere Ukraine mit einer knappen Mehrheit in der Obersten Rada rechnen.

Sowohl Timoschenko als auch Janukowitsch erhoben Anspruch auf die Regierungsbildung. Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission in Kiew erhielt Janukowitschs im russischsprachigen Osten und Süden des Landes beliebte Partei 34,12 Prozent. BJuT konnte 30,85 Prozent der ausgezählten Stimmen auf sich vereinigen. Die bislang mitregierenden Sozialisten fielen unter die Drei-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament. Nach Ansicht von Beobachtern könnte dem kleinen Block des früheren Parlamentspräsidenten Wladimir Litwin (3,96 Prozent) eine Schlüsselrolle bei der Bildung einer Regierungskoalition zukommen.

Unklar blieb zunächst, warum die Auszählung in manchen Stimmbezirken so schleppend verlief. BJuT und Präsident Viktor Juschtschenko warnten das gegnerische Lager um Regierungschef Janukowitsch vor Versuchen, die Ergebnisse zu verfälschen.

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