Parlamentswahl in Frankreich
Sarkozy vor zweitem Sieg

Frankreichs neuer Staatspräsident Nicolas Sarkozy wird sich voraussichtlich auf eine klare Mehrheit in der Nationalversammlung stützen können. Im ersten Durchgang der Parlamentswahl lagen Sarkozys konservative Regierungspartei UMP und ihre Verbündeten wie erwartet klar vorn.

rut/HB PARIS. Die Sozialisten kamen nach ersten Hochrechnungen nur auf rund 28 Prozent. Die UMP und kleinere Partnerparteien können demnach bis zu 500 Sitze von 577 Sitzen in der Nationalversammlung erringen. Die linke Opposition käme dagegen nur auf maximal 180 Mandate. Die definitive Sitzverteilung entscheidet sich bei der Stichwahl am kommenden Sonntag.

Staatschef Sarkozy hatte die Präsidentschaftswahl am 6. Mai mit deutlichem Vorsprung vor der Sozialistin Ségolène Royal gewonnen. Der neue Präsident hat sich das Ziel gesetzt, in der Nationalversammlung eine klare Mehrheit zu erringen für die angekündigten schwierigen Sozial- und Wirtschaftsreformen.

Neben den Sozialisten ging auch die neue Zentrumspartei Mouvement Démocrate (Modem) des gescheiterten Präsidentschaftskandidaten François Bayrou als Verliererin aus dem ersten Parlamentswahlgang hervor. Sie kam nur auf rund sieben Prozent der Stimmen und kann daher nur mit maximal vier Sitzen rechnen. Im ersten Durchgang der Präsidentschaftswahl hatte Bayrou 18,6 Prozent der Stimmen erhalten.

Die Grünen werden mit höchstens drei Abgeordneten in der neuen Nationalversammlung vertreten sein, die Kommunistische Partei kann auf rund zehn Mandate hoffen. Die rechtsextreme Front National hat wie bisher keine Chance auf ein Abgeordnetenmandat. Das Mehrheitswahlrecht begünstigt in Frankreich immer die Volksparteien. Allerdings haben die kleinen Parteien dieses Mal besonders schwach abgeschnitten. Ein Grund dafür dürfte auch die niedrige Wahlbeteiligung sein, die nur bei rund 60 Prozent lag und damit auf einen historischen Tiefpunkt fiel.

Der neue Premierminister François Fillon ist bereits im ersten Wahlgang als Abgeordneter bestätigt worden. Er errang in seinem Wahlkreis Sarthe die absolute Mehrheit.

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