Parlamentswahl in Griechenland: Tsipras rechnet bei Wahlsieg mit Impuls für Spanien

Parlamentswahl in Griechenland
Tsipras rechnet bei Wahlsieg mit Impuls für Spanien

Podemos lehrt die traditionellen spanischen Parteien das Fürchten. Genauso wie das griechische Syriza-Bündnis, liegt die Partei in Meinungsumfragen vorne. Für Linkspolitiker Alexis Tsipras nur „der Anfang des Wandels“.
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MadridDer griechische Linkspolitiker Alexis Tsipras sieht einen möglichen Sieg seiner Syriza-Partei bei der Parlamentswahl am 25. Januar als Auftakt für eine ähnliche Entwicklung in Spanien. In einem am Freitag veröffentlichten Beitrag für die spanische Zeitung „El País“ schreibt Tsipras, der Sieg seiner Linksallianz werde einen „neuen und hoffnungsvollen Weg“ für Spanien eröffnen.

Syriza ist mit der spanischen Podemos-Partei verbündet, die vom bekannten Fernsehjournalisten Pablo Iglesias angeführt wird. Beide Parteien liegen in den Meinungsumfragen seit geraumer Zeit vorn. Iglesias hatte die Griechen in einem diese Woche von Syriza verbreiteten Video auf Englisch aufgerufen, für Syriza zu stimmen.

Tsipras erwähnt Podemos in seinem Zeitungsbeitrag nicht explizit. Er vertritt darin aber die Ansicht, dass Griechenland „nur der Anfang des Wandels“ sei, der aus Südeuropa komme und „bald auch Spanien“ erreichen werde. „Die Niederlage der politischen Auftraggeber der Sparpolitik, der Unsicherheit, der Korruption und der Skandale beginnt in unseren Ländern“, heißt es in dem Beitrag.

Am Mittwoch hatte Spaniens konservativer Regierungschef Mariano Rajoy bei einem Besuch in Athen dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras und dessen rechtskonservativer Partei Nea Dimokratia gegen Syriza den Rücken gestärkt. In Spanien finden Ende Mai Regional- und Kommumnalwahlen statt. Für November sind Parlamentswahlen vorgesehen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Parlamentswahl in Griechenland: Tsipras rechnet bei Wahlsieg mit Impuls für Spanien"

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  • Wir haben nie den Euro oder die Griechen gerettet.

    Gerettet ( Mit unseren Steuern ) werden nur die reichen Gläubiger der Staaten ( Internationale Bankster ) und die Finanzeliten – auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger. ( Steuersklaven )

    Warum erfahren wir in den Lügenmedien nichts über das Geldmonopol bzw. Schuldgeldsystem der internationalen Bankster?

    Da sollte man sich mal die Frage stellen, wem gehören eigentlich die Medien?

  • Ein Austritt Griechenlands bedeutet unweigerlich das Ende des Euro.
    Die Behauptung, Athen könne ohne Folgen austreten, ist falsch.

    Um es kurz zu fassen: Der Euro-Großsummen-Zahlungsverkehr wird über das Euro-Transfersystem Target2 abgewickelt (unter www.target-2.de näheres dazu). Anders als das teils entsprechende amerikanische Fedwire-System kennt Target2 keine Ausgleichspflicht zwischen den nationalen Zentralbanken der Eurozone!
    Guthaben und Schulden werden täglich bei der EZB saldiert.

    Dies ist gewissermaßen die gewollte Sollbruchstelle des Eurosystems: Ein Ausstiegs irgendeines Landes – mit EZB-Guthaben oder EZB-Schulden - ist ausgeschlossen.

    Es existieren nur 2 Alternativen: Entweder das System wird um jeden Preis gestützt oder es bricht zusammen!

    Dazwischen gibt es nichts: Keinen Austritt irgendeines Eurostaates wie etwa Griechenland, auch keinen „geordneten, zeitlich gestreckten Austritt/Hinauswurf“ irgendwelcher Eurostaaten.

    Schon die ernsthafte Diskussion über das Ausscheiden irgendeines Eurostaates beeinträchtigt das Vertrauen in das System und sofort fließen über Nacht via Target2 riesige Milliardengelder in vermeintlich sichere Häfen und stressen das System bis zum Anschlag der Zwangsabschaltung.

    Die Bewegungen an den Finanzmärkten sind das sofort sichtbare Ergebnis ansatzweise aufkommenden Misstrauens in den Bestand des Eurosystems = die Fortführung unbegrenzter Rettungsmaßnahmen zu Gunsten superreicher Investoren auf Kosten der Normalbürger.

    Sollten weitere Nachrichten dieser Art folgen, nimmt die Vertrauenskrise Fahrt auf und wird wegen der Funktion von Target2 über Nacht den Euro zerstören - unausweichlich.

    Schlussfolgerung: Die politische Klasse der Eurozone wird zur Sicherung des eigenen Überlebens (aber keinesfalls im Interesse ihrer Bürger) den Austritt Griechenland um jeden Preis verhindern, da anderenfalls ihr Untergang und der des Euro besiegelt wäre.

    Warum erfahren wir in den Lügenmedien nichts über Target2?

  • tzja sofern die EU linken dann wenn finden der zahlt kann es "wandel" geben.... aber ichdenke der Sozialismus wird am alten Problem ersticken....

    "irgendwann geht das geld anderer Leute aus.."^^

    weniger neue schulden machen ist KEIN sparen...

    sparen ist wenn ich heute auf konsum verzichte um mir morgen was zu leisten....

    aber ich verstehe ja die armen griechen....

    wurden sie doch in den Euro gezwungen... dazu hat die böse D regierung sogar die GR zahlen und Bilanzen gschönt..^^

    und dann wurden die GR Politiker von den Bösen andern staaten und banken dazu genötigt sich zu überschulden..^^
    und den Korruptions ermittler in GR haben sicher auch die bösen Sparpolitiker des Nordens abgesetzt weil er zu erfolgreich war..^^


    BTW zahlen die Reichen und die Reeder in GR inzwischen steuern ?.... gibts n kataster wesen ?
    weiss man inzwischen wieviel Staatsbedienstete es wirklch gibt....

    ach fragen über fragen

    aber das tolle an der EU ist ja das der "Böse" schon feststeht.... es sind die Bösen D...^^ die als einzigeste gezwungen worden dem Euro anzunehmen da man sonst die Wiedervereinigung Verhindert hätte.... zumindest laut Mitterands Buch über die D einheit angeblich wurde sogar mit einer Alptraum Koalition gedroht wie zum 1 WK....

    aber das nur "diffuse gerüchte"...^^ und so..^^

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