Parlamentswahl in Italien: Berlusconi könnte schon 2013 zurückkehren

Parlamentswahl in Italien
Berlusconi könnte schon 2013 zurückkehren

Italiens Ex-Ministerpräsident hat angedeutet, dass er womöglich schon bei der kommenden Parlamentswahl kandidieren will. Berlusconi sagte auf die Frage von Journalisten, er erwäge, "aufs Spielfeld zurückzukehren."
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RomItaliens Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi hat angedeutet, womöglich doch bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr anzutreten. Auf die Frage von Journalisten, ob er erwäge "aufs Spielfeld zurückzukehren", antwortete er am Samstag: "Ich denke darüber nach." Ende Oktober hatte er erklärt, sich nicht als Spitzenkandidat seiner Partei, der PDL, aufstellen zu lassen.

Das Mitte-Rechts-Lager hat eigentlich für den 16. Dezember eine Urwahl zur Ermittlung ihres Spitzenkandidaten angepeilt. Eine solche Veranstaltung "würde jedoch nicht viel Sinn machen", sollte Berlusconi entscheiden, selbst wieder anzutreten, sagte PDL-Parteisekretär Angelino Alfano am Samstag.

Es gibt allerdings auch Spekulationen, Berlusconi könne sich von den PDL lossagen und ein Comeback über eine andere, womöglich neue Partei versuchen. Berlusconi hatte vergangenes Jahr den Posten als Regierungschef für Mario Monti und dessen Technokratenregierung geräumt, als sich die Schuldenkrise in Europas drittgrößter Volkswirtschaft zuspitzte.

In Umfragen hat die PDL im Vergleich zur Wahl von 2008 deutlich an Rückhalt verloren. Als Favorit gilt das Mitte-Links-Bündnis, das auf einer Urwahl an diesem Sonntag in einer Urwahl seinen Spitzenkandidat bestimmen will. Die größten Chancen werden dabei dem Chef der Demokratischen Partei (PD), Pier Luigi Bersani, und dem Unternehmer und Bürgermeister von Florenz, Matteo Renzi (ebenfalls PD), eingeräumt. Eineinhalb Millionen Menschen hatten sich vor dem Votum in Wahllisten eingetragen.

Die Entscheidung, wer das Mitte-Links-Bündnis der Demokratischen Partei mit kleineren Gruppen in die Parlamentswahl führt, sollte bis Mitternacht feststehen. In Umfragen ist die PD derzeit mit Abstand die stärkste Partei in Italien.

In Italien läuft eine breite Diskussion darüber, ob der parteilose Regierungschef Mario Monti nach den Wahlen wieder Ministerpräsident werden sollte. Der eingesetzte, also nicht gewählte Monti könnte aber nicht als Spitzenkandidat Wahlkampf machen, hatte Staatspräsident Giorgio Napolitano klargestellt.

 

Kommentare zu "Berlusconi könnte schon 2013 zurückkehren"

Alle Kommentare
  • Wow klar, wir haben Frau Merkel ja auch wegen ihrer Schönheit gewählt
    und darum werden die netten Italiener auch der Herrn Ber-Lustkönig wegen seiner Regierungskompetenz wählen.

    Ob da dann auch die Bilderberger mitspielen werden?



  • Ha ha ha ha
    Berlusconi noch einmal antreten? Da lachen ja die Hühner!!
    Hat er mal wieder etwas PR gemacht,der Gute.Lasst ihn doch.

    "Berlusconi hatte vergangenes Jahr den Posten als
    Regierungschef für Mario Monti und dessen Technokratenregierung geräumt, als sich die Schuldenkrise in Europas drittgrößter Volkswirtschaft zuspitzte."

    Jo,so kann man es auch sehen.
    Staatspräsident Giorgio Napolitano hat ihn rausgeschmissen
    wäre sicher zutreffender!

    "Der eingesetzte, also nicht gewählte Monti könnte aber nicht
    als Spitzenkandidat Wahlkampf machen, hatte Staatspräsident
    Giorgio Napolitano klargestellt."

    Braucht er ja auch nicht, Napolitano bestimmt den MP,
    nicht das Parlament.Hat ja auch keine Partei,wie will er dann
    Wahlkampf machen.

    Nix Gauck, der Mann HAT Format!!

    Die können wählen was sie wollen,ist eh egal!

    Italien ist schööön!

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