Parlamentswahl

Norwegen lässt wieder von Hand auszählen

Zur Prävention möglicher Manipulation hat die norwegische Regierung entschieden, dass die Stimmzettel bei der kommenden Parlamentswahl manuell ausgezählt werden. Damit sollen Sicherheitsbedenken zerstreut werden.
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Experten hatten gewarnt, sensible Dateien zur Wahl könnten bei der Auszählung durch Computer gehackt werden. Quelle: dpa
Norwegen

Experten hatten gewarnt, sensible Dateien zur Wahl könnten bei der Auszählung durch Computer gehackt werden.

(Foto: dpa)

StockholmAls Vorsichtsmaßnahme vor möglicher Manipulation lässt Norwegen alle Stimmzettel bei der Parlamentswahl am 11. September manuell auszählen. Die Regierung will damit Spekulationen über eine mögliche Einflussnahme zerstreuen, wie der für die Kommunalregierungen zuständige Minister Jan Tore Sanner am Freitag sagte. Alle Gemeinden seien angewiesen worden, am Wahltag mindestens einmal per Hand auszuzählen, hieß es. Zugleich betonte Sanner, das norwegische Wahlsystem sei „gut geprüft“.

Der staatliche TV-Sender NRK und eine Tageszeitung in Oslo hatten zuvor Experten zitiert, die davor warnten, einige sensible Dateien könnten bei der Auszählung durch Computer gehackt werden. Dafür gebe es keine Anzeichen, sagte ein Sprecher der Sicherheitspolizei PST.

Rund die Hälfte der 426 norwegischen Kommunen lässt ohnehin die Stimmzettel manuell auszählen, wie das zuständige Ministerium mitteilte. Die Verkündung des Wahlergebnisses könnte sich verzögern, sagte Sanner dem Sender NRK.

  • dpa
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2 Kommentare zu "Parlamentswahl: Norwegen lässt wieder von Hand auszählen"

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  • "... auch beide Auszählungsarten parallel laufen lassen (doppelt genäht hält bekanntlich besser...)"

    Ökonomischer, falls(!) genauso aussagekräftig, wäre da vielleicht eine Kombination von elektronischer Stimmenauszählung und deren Plausibilitätsprüfung der auf Basis stichprobenweiser manueller Auszählungen.

  • "Zur Prävention möglicher Manipulation hat die norwegische Regierung entschieden, dass die Stimmzettel bei der kommenden Parlamentswahl manuell ausgezählt werden. Damit sollen Sicherheitsbedenken zerstreut werden."

    Gute Idee. Zu schaffen ist das ja, und es ist sicher besser, erst gar keine Zweifel aufkommen zu lassen.

    Man könnte ja - vor allem, damit man ganz genau weiß, woran man bezüglich eventueller Manipulationsversuche ist - auch beide Auszählungsarten parallel laufen lassen (doppelt genäht hält bekanntlich besser...).

    Potentielle "Hacker" dürfte allerdings allein das Wissen um diese Maßnahme schon von ihrem Vorhaben abhalten.

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