Parlamentswahlen
Bulgariens Wahlsieger verlieren keine Zeit

Die konservative Gerb-Partei hat die Parlamentswahlen in Bulgarien gewonnen. Viel Zeit zum Feiern nimmt sich Parteichef Boiko Borisow nicht. Schnell sollen Koalitionsgespräche geführt werden.

HB SOFIA. Die aus der Parlamentswahl in Bulgarien als Sieger hervorgegangene konservative Gerb-Partei will bereits heute die Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Parteichef Boiko Borisow erklärte, er werde die nächste Regierung anführen und die im Wahlkampf versprochenen Reformen zügig angehen. Nach Auszählung eines Großteils der Stimmen liegt seine Partei mit 41,5 Prozent deutlich in Führung. Die Sozialisten kamen demnach auf lediglich 18,2 Prozent.

Die „Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens“ (Gerb) sind zur Regierungsbildung auf die Unterstützung kleinerer Parteien angewiesen. Borisow, ein früherer Leibwächter des kommunistischen Staatschefs Todor Schiwkow, hat versprochen, korrupte Beamte und die Paten der Unterwelt hinter Schloss und Riegel zu bringen.

Mehr als zwei Drittel der rund 7,6 Mio. Einwohner des Landes machen die Ex-Kommunisten für die drückenden Probleme wie die ausufernde Kriminalität und die allgegenwärtige Korruption verantwortlich. Die Europäische Union verweigerte Bulgarien im vergangenen Jahr Mio. von Euro, weil die Regierung nicht genug gegen die Korruption unternommen hatte. Nach zwölf Jahren ständigen Wachstums hat die Wirtschaftskrise das EU-Neumitglied, das der Gemeinschaft zusammen mit Rumänien 2007 beitrat, in voller Härte getroffen.

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