Parlamentswahlen
Russisches Oppositionsbündnis klagt über Behinderungen

Drei Monate vor den Parlamentswahlen in Russland wird die Kritik der Opposition lauter: Das Bündnis "Das andere Russland" um Ex-Schwachweltmeister Garri Kasparow klagt über weitere Behinderungen. Und ein Sieg der kremlnahen Partei ohnehin als sicher.

HB MOSKAU. Das Oppositionsbündnis "Das andere Russland" um Ex- Schwachweltmeister Garri Kasparow hat drei Monate vor den Parlamentswahlen weitere Behinderungen durch den Staatsapparat beklagt. „Bislang durften wir (nur) nicht durch die Straßen marschieren. Doch nun verweigert man uns auch Räume für unsere Versammlungen“, sagte Kasparow am Montag nach Angaben des Radiosenders Echo Moskwy in Moskau. Mit fadenscheinigen Begründungen seien den Kremlgegnern in der russischen Hauptstadt sowie drei anderen Städten des Landes ursprünglich zugesagte Säle für Wahlkampfveranstaltungen verweigert worden.

Im April hatten die Sicherheitskräfte in St. Petersburg und Moskau nicht genehmigte Demonstrationszüge des Oppositionsbündnisses gewaltsam aufgelöst. Das Vorgehen der Polizei war im Westen auf scharfe Kritik gestoßen. Das Kasparow-Bündnis ist innerhalb der russischen Opposition wegen der Beteiligung radikaler Kräfte umstritten. Gemäß Umfragen gilt ein Sieg der kremlnahen Partei Geeintes Russland bei der Parlamentswahl am 2. Dezember als sicher.

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