Parlamentswahlen sollen stattfinden
Allawi bittet UN-Mitglieder um Hilfe bei Wiederaufbau im Irak

Eindringlich hat Iraks Premier Allawi die internationale Staatengemeinschaft um Hilfe in seinem Land gebeten. Vor der UN-Vollversammlung warb er für eine Rückkehr der Uno in den Irak, damit die geplanten Wahlen stattfinden könnten.

HB BERLIN. Der irakische Ministerpräsident Ijad Allawi hat die Vereinten Nationen am Freitagabend um Hilfe beim Wiederaufbau seines Landes gebeten. Es sei ihm bewusst, dass viele Mitgliedstaaten der Uno gegen den Krieg gewesen seien, sagte Allawi vor der UN-Vollversammlung. Dies solle sie aber nicht davon abhalten, den Irak dabei zu unterstützen, ein sicheres, freies und demokratisches Land zu werden.

Allawi betonte, er werde alles dafür tun, dass die für Januar geplanten Parlamentswahlen auch tatsächlich zu diesen Zeitpunkt stattfinden könnten; trotz aller offensichtlichen Schwierigkeiten. Zudem sollten alle stimmberechtigten Iraker an dieser Wahl teilnehmen können. Damit widersprach der irakische Premier US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der am Freitagmittag angekündigt hatte, die Wahl nur in Teilen des Landes abhalten zu wollen; wegen der angespannten Sicherheitslage. Allawi sagte, «Teilwahlen» werde es nicht geben.

US-Außenminister Colin Powell sagte, die USA seien bereit, sich um die Sicherheit von UN-Mitarbeitern bei der Wahl im Irak zu kümmern. In New York sagte er, zwar werde die US-Regierung dem Irak helfen, die Wahl werde jedoch letztlich allein von der dortigen Regierung durchgeführt.

Die Uno hat vor mehr als einem Jahr die meisten ihrer Mitarbeiter aus dem Irak abgezogen. Damals waren bei einem Anschlag auf die UN-Vertretung in Bagdad 22 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch der UN-Gesandte Sergio Vieira de Mello sowie neun weitere UN-Mitarbeiter.

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