Parteihauptquartier gestürmt
Regierungskrise in der Mongolei

Mehr als 1000 Menschen haben in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator die Zentrale der größten politischen Partei gestürmt. Es soll Verletzte gegeben haben, als die wütenden Demonstranten Parteimitarbeiter verprügelten. Zuvor war die Koalitionsregierung in dem Land in eine schwere Krise gestürzt.

HB ULLAN BATOR. Die gewalttätigen Proteste gegen die Revolutionspartei (MRVP) richteten sich gegen den Rücktritt ihrer Minister aus dem Kabinett, mit dem diese die Neubildung der Regierung erzwingen wollte, berichteten Regierungskreise. Auf einer Krisensitzung des Parlaments rief Präsident Nambar Enkhbayar die streitenden Parteien zur einer „schnellen Lösung der Probleme“ durch den Zusammenbruch der Koalition auf. Das Parlament will am Freitag wieder tagen.

Durch den Rücktritt von 10 der 17 Minister muss das Parlament nach der Verfassung die Regierung entlassen, erläuterte ein Sprecher. Da die Revolutionspartei die meisten Parlamentarier stelle, müsse sie auch die Führung bei der Neubildung der Regierung übernehmen. Es gebe bereits ein Kooperationsangebot an andere Parteien. Dem bisherigen Regierungschef Tsakhia Elbegdorj von der demokratischen Mutterlandskoalition wurde die Verschlechterung der Wirtschaft, die hohe Inflation und Arbeitslosigkeit angelastet.

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