Partner verlassen Koalition
Berlusconi droht mit Neuwahlen

HB BERLIN. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will Neuwahlen ansetzen lassen, sollte die abtrünnige christdemokratische Partei UDC nicht wieder in die Regierung zurückkehren. Das berichten am Samstag italienische Zeitungen.

Nach der Union der Christdemokraten und der Mitte (UDC) hatte am Freitag auch die Neue Sozialistische Partei (Nuovo PSI) den Rückzug aus der Koalition erklärt. Zwar handelt es sich bei UDC und Nuovo PSI um kleine Parteien. Ihr Austritt verändert jedoch das Gleichgewicht der Regierungskoalition.

«Wenn es um die Interessen des Landes geht, werde ich die angemessenen Entscheidungen treffen», sagte Berlusconi der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Der bisherige Vize-Ministerpräsident Marco Follini von der UDC hatte am Freitag immerhin zugesichert, dass die 37 Abgeordneten seiner Partei die Regierung weiter unterstützen wollten.

Die UDC hatte Berlusconi nach der schweren Niederlage bei den Regionalwahlen Anfang April zum Rücktritt und zur Bildung einer neuen Regierung aufgefordert. Vier Mitglieder der Partei bekleiden im bisherigen Kabinett Ministerposten.

Kurz nach der UDC erklärte auch der Nuovo PSI des früheren Außenministers Gianni De Michelis ihren Auszug aus der Regierung. Die Partei ist mit sechs Abgeordneten im Parlament vertreten. Sie stellte bislang den stellvertretenden Bildungsminister und einen Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur.

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