Paul Ryan
Der Rockstar der Republikaner

Paul Ryan wird bei den US-Konservativen wie ein Star gefeiert. Der Vize-Kandidat ist derart populär, dass er sogar Mitt Romney in den Schatten zu stellen droht. Am Abend lieferte er einen eindrucksvollen Beweis.
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TampaManchmal sind es die kleinen Dinge, die den großen Unterschied machen. Zum Beispiel bei der Musik. Das, was Mitt Romney da auf seinem iPod höre, sagte Paul Ryan mit einem Lächeln, „das kenne ich von Aufzugfahrten“. Bei ihm dagegen, da sehe es in der Medienbibliothek so aus: „AC/DC bis Led Zeppelin“. Lacher und tosender Applaus bei den Delegierten für Ryan, Romneys Kandidat für die Vizepräsidentschaft.

Hardrock gegen Fahrstuhlmusik – spätestens seit dieser Rede am Mittwochabend auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa hat gezeigt, wer hier das eigentliche Kraftwerk des Kandidatenduos ist. Am Mittwochabend hat Amerika den neuen Rockstar der Grand Old Party kennengelernt: Paul Ryan, 42 Jahre alt, Abgeordneter und konservativer Hardliner.

Die Redenschreiber haben ganze Arbeit geleistet. In einer kraftvollen Ansprache nahm Ryan die Präsidentschaft Barack Obamas geschickt und gnadenlos auseinander. Er erzählte herzwärmende Geschichten von seiner Familie und seiner Heimatstadt, Janesville in Wisconsin. Und er legte dar, warum die Amerikaner im November Romney ihre Stimme geben sollten.

Vielmehr, warum sie „uns“ ihre Stimme geben sollten. „Mitt und mir“ – das sagte Ryan gleich mehrfach. Ein Vorgeschmack darauf, dass der Vizepräsident im Fall des Wahlsieges nicht mit der Rolle eines Grüßaugusts abfinden werden wird. Erst recht nicht, seitdem er in der Partei hinter vorgehaltener Hand bereits als Kandidat für die Wahl 2016 gehandelt wird, sollte Romney im Herbst scheitern.

Bis dahin aber ist der 23 Jahre jüngere Kandidat vor allem dafür da, Romneys Defizite auszugleichen. Ryan ist der Star der konservativen Parteibasis und der Tea Party, die mit dem Präsidentschaftskandidaten von Beginn an Probleme hatten.

Wer sich auf dem Parteitag in Tampa umhört, bekommt meist mehr oder weniger die gleiche Antwort: „Romney ist ein guter Kandidat. Aber Ryan ist der beste“.

Kommentare zu " Paul Ryan: Der Rockstar der Republikaner"

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  • also ich hab gelesen, dass der mMtt mal seinen Hund oben aufs Autodach während einer Urlaubsfahrt angeschnallt hat und als sich das arme Viech vollkekotet hatte, nahm er einen schlauch und spritze das verängstigte Tier sauber. Ein wriklicher Familienmensch und 'Saubermann'. Wie sagte seine Frau noch? Vertrauen Sie diesem Mann. Yepp. Wer Tiere so behandelt, da möchte ich nicht wissen, wie der mit Menschen umgeht. Eigentlich gehört der in die Riege der Psychopathen der Menschheitsgeschichte, die an die politische Macht kommen wollen und unter denen die Menschheit wahre Rückschritte vollbracht hat.

  • @1.Senator

    Bush hat sicherlich einen Schuldenhaufen hinterlassen. Obama hat den Schuldenhaufen ohne jeden offensichtlichen Nutzen vervielfacht. Obama hat bewusst Bernanke (den Gelddrucker, Enteigner und Bubblekoenig) in seinem Amte bestaetigt und ganz bewusst auch noch Yellen (manche halten sie sogar wesentlich extremer als Bernanke - sie wollte entsprechend einer ihrer Reden gar negative Zinsen einfuehren) als seinen Stellvertreter ernannt.

  • auch mit romney/ryan wird sich die politik in den usa nicht ändern. im kern würde weitergemacht werden wie bisher. demokraten und republikaner sind die beiden flügel des selben geiers...

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