Peking bleibt stur
China knüpft Textilien-Ausfuhr an Agrarhandel

Der Handelsstreit über Textilimporte verschärft sich weiter: China stellte jetzt die Verpflichtung seines Landes in Frage, einige chinesische Märkte für das Ausland zu öffnen.

WASHINGTON. Die Integration von Textilien sei ein legitimes Recht Chinas und basiere auf den Verpflichtungen, die es mit der Welthandelsorganisation (WTO) eingegangen sei, nämlich den Agrar- und Dienstleistungsmarkt für das Ausland zu öffnen, sagte der chinesische Handelsminister Bo Xilai Bo dem US-Sender PBS. Zwischen den Rechten und Pflichten bestehe eine Art Gleichgewicht. „Wenn wir aber unser Recht bei der Integration von Textilien nicht bekommen können, warum öffnen wir dann unsere Agrar- und Dienstleistungsmärkte für das Ausland?".

Der Streit um die Einfuhren billiger chinesischer Textilien in die Europäische Union (EU) und die USA hatte sich jüngst zugespitzt, nachdem China angekündigt hatte, Ausfuhrzölle auf zahlreiche Textilien aufzuheben. Diese Zölle hätten eigentlich erhöht werden sollen, womit die chinesische Regierung ursprünglich den USA und der EU in dem Streit entgegenkommen wollte.

Auslöser dieses Schritts Chinas war offenbar die Ankündigung der EU, eine Beschränkung der Einfuhren von chinesischen Exportprodukten zu erwägen, wenn China gegen die stark steigenden Exporte von T-Shirts und Leinengarn nicht zügig vorangehe. Die USA hatten bereits Sanktionen gegen sieben chinesische Textilprodukte verhängt.

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