Peking schwört Luxus ab: China setzt Funktionäre auf Entzug

Peking schwört Luxus ab
China setzt Funktionäre auf Entzug

Keine Prachtbauten, Luxushotels oder Spirituosen: Chinas Führer Xi hat den Funktionären Sparsamkeit verordnet. Die Luxusbranche ist alarmiert. Hotels wollen ihre Sterne loswerden, Umsätze brechen ein.
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PekingIn Chinas Großstädten wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Luxus der Extraklasse in Hotels, Restaurants und Geschäften breitet sich in den Stadtzentren aus. Aber seit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping der Verschwendung den Kampf angesagt hat, ist die Branche auf der Hut. Der teure Geschmack der Spitzenfunktionäre galt als verlässliche Einnahmequelle. Aber das scheint vorbei - zumindest vorerst.

Die Angst geht um. Fünf-Sterne-Hotels wollen ihren mühsam erkämpften Status aufgeben, damit sie wieder Parteifunktionäre aufnehmen können. 56 Pensionen und Ressorts versuchten deshalb im vergangenen Jahr, einen Stern wieder loszuwerden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Zahlen des chinesischen Tourismusverbandes berichtete.

Gleichzeitig zogen viele andere Mittelklasse-Hotels ihre Anträge zurück, in der Sterne-Skala weiter nach oben gestuft zu werden. Der Umsatz der 680 Hotels mit fünf Sternen war nach Daten des Verbands im vergangenen Jahr um 14 Prozent zurückgegangen. In China gibt es derzeit 4000 Hotels mit mindestens einem Stern.

Staatschef Xi Jinping hatte im vergangenen Jahr seiner Partei eine „porentiefe Reinigung“ verordnet und die Funktionäre zu Bescheidenheit aufgerufen. Xi kündigte einen Kampf gegen „Fliegen“ und auch mächtige „Tiger“ an - womit er korrupte Funktionäre sowohl auf unterer als auch auf höchster Ebene meint. Ähnlich hatten es auch schon Xi Vorgänger Hu Jintao und dessen Vorgänger Jiang Zemin gemacht, als sie in die höchsten Staats- und Parteiämter aufgestiegen waren. Aber nur wenige Beobachter hatten von Xi vermutet, dass er seine Kampagne so lange und rigoros durchhalten würde.

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