Peking
Textilstreit überschattet EU-China-Gipfel

Die Europäische Union will ihre Kooperation mit China ausbauen. Auf dem 8. EU-China-Gipfel am Montag in Peking werden dafür mehrere Abkommen unterzeichnet. Eine Lösung im Textilstreit zeichnet sich dagegen noch immer nicht ab.

HB PEKING. Trotz eines Verhandlungsmarathons bis in die frühen Morgenstunden hatten EU- Handelskommissar Peter Mandelson und Chinas Handelsminister Bo Xilai die Textilkrise nicht beilegen können. Millionen von Pullover, Hosen, Blusen, T-Shirts und andere Textilien werden damit weiter in Europas Zollhäfen festgehalten, weil die erst im Juni vereinbarten Einfuhrquoten bereits ausgeschöpft sind.

An dem Gipfel nehmen der britische Premier Tony Blair als EU- Ratspräsident, Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao sowie EU- Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der EU-Außenpolitiker Javier Solana teil. Die Beratungen begannen mit einer Konferenz von Spitzenmanagern der europäischen und chinesischen Wirtschaft in der Großen Halle des Volkes. Die EU hatte China am Vorabend des Gipfels aufgefordert, seinen Markt für ausländische Unternehmen weiter zu öffnen, europäische Unternehmen gegenüber chinesischen Firmen nicht zu diskriminieren und Handelsbarrieren abzubauen.

Weitere Themen sind der Kampf gegen die globale Erwärmung, die Anerkennung Chinas als Marktwirtschaft, die Menschenrechte und der Streit um die verschobene Aufhebung des EU-Waffenembargos. Beide Seiten wollten eine Reihe von Abkommen unter anderem über Handel, Schiffahrt und die Kooperation über soziale Fragen und Arbeiterrechte unterzeichnen. Ferner sollen Verhandlungen über ein neues Rahmenabkommen für die Kooperation aufgenommen werden.

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