Pekingtreue Parteien legen zu - Ergebnisse der Berufsverbände stehen aus
Wahlschlappe für Hongkonger Demokraten

Die pekingtreuen Parteien haben bei der Parlamentswahl in Hongkong kräftig zugelegt, während die oppositionellen Demokraten deutlich schlechter abschnitten als erwartet.

HB HONGKONG. Die pekingtreuen Parteien erhielten nach ersten offiziellen Meldungen aus der Nacht zum Montag 12 der 30 direkt vergebenen Sitze. Bei der Wahl im Jahr 2000 waren es nur sieben gewesen. Die Demokraten kamen auf 18 Sitze und damit einen mehr als bisher. Sie gaben sich enttäuscht. Das Ergebnis gilt als schwere Niederlage für die Demokraten, die auf größere Gewinne gehofft hatten.

Beobachter gehen davon aus, dass sich die Wähler aus Rücksicht auf Peking und möglicherweise auch wegen einiger Skandale im demokratischen Lager stärker Kandidaten zugewandt hatten, die ein stabileres Verhältnis zu Chinas Regierung versprechen. Das Votum galt vor dem Hintergrund von Forderungen nach einer schnelleren Demokratisierung Hongkongs als wichtiger Stimmungstest. Die frühere britischen Kronkolonie gehört seit 1997 als Sonderverwaltungsregion zu China.

Die 3,2 Millionen Wahlberechtigten konnten lediglich 30 der 60 Sitze im Legislativrat wählen, während der Rest von pekingnahen Berufsverbänden bestimmt wird. Erste Ergebnisse von dort stehen noch aus. Die Auszählung der Stimmen war überschattet von Kontroversen über einen Mangel an Stimmzetteln und die Kritik, dass erste Ergebnisse lange auf sich warten ließen. Die Wahlbeteiligung lag mit etwa 53 Prozent höher als vor vier Jahren.

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