Pentagon
USA starten Luftangriffe in Syrien

Die US-Streitkräfte haben mit der Bombardierung von Stellungen der IS in Syrien begonnen. An der Militäroffensive mit Kampfjets, Bombern und Raketen seien auch „Streitkräfte verbündeter Nationen“ beteiligt.
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WashingtonDie USA haben mit Verbündeten Angriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien begonnen. Das US-Militär und die Streitkräfte von Partnerländern hätten die Extremisten mit einem Mix aus Kampfjets, Bombern und Tomahawk-Marschflugkörpern angegriffen, teilte Pentagonsprecher John Kirby am Montagabend (Ortszeit) mit.

Die Entscheidung für die Angriffe sei von US-Präsident Barack Obama als Oberbefehlshaber der Streitkräfte gekommen. Dieser habe den Kommandeur des US-Zentralkommandos in Tampa (Florida) autorisiert, die Angriffe in Syrien zu beginnen.

Erste Berichte von schweren Explosionen in Al-Rakka

Nach Informationen der „Washington Post“ handelt es sich bei den Verbündeten um Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain. Diese seien „volle Teilnehmer“, zitierte das Blatt einen namentlich nicht genannten Angehörigen des Militärs. Details nannte er nicht, da die Länder selbst entscheiden müssten, inwieweit sie ihre Rolle öffentlich machen wollten. Zuletzt hatte US-Außenminister John Kerry versucht, Staaten im arabischen Raum für Angriffe gegen IS an Seite der USA zu gewinnen.

Syriens Regierung war nach eigenen Angaben vor dem Beginn der Luftangriffe von Washington informiert worden. Die Vereinigten Staaten hätten den syrischen Uno-Botschafter vorab ins Bild gesetzt, erklärte das Außenministerium in Damaskus. Die Regierung hatte gewarnt, dass jeder Angriff gegen IS-Stellungen auf syrischem Territorium ohne ihre vorherige Zustimmung als Attacke auf den syrischen Staat gewertet würde.

Bewohner der Stadt Al-Rakka im Nordosten des Landes berichteten auf Twitter von schweren Explosionen und wiederholten Überflügen von Militärflugzeugen. Al-Rakka ist eine Hochburg der selbst ernannten Dschihadisten. Auch CNN berichtete, dass Ziele in Al-Rakka attackiert worden seien. Weitere Ziele seien entlang der syrisch-irakischen Grenze attackiert worden.

Mit von See aus abgeschossenen Tomahawk-Marschflugkörpern habe der Angriff begonnen und sei dann mit Flugzeugen fortgesetzt worden, sagte ein hochrangiger Angehöriger des Militärs dem Sender. Zur genauen Zahl und dem Ort der Angriffe machte das Pentagon dagegen keine Angaben. „Da es sich um laufende Operationen handelt, sind wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht in der Lage, weitere Details zu liefern.“ Das Pentagon werde soweit angemessen mehr Informationen veröffentlichen.

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  • Internationale Konferenz Paris zur Bekaempfung der ISIS September 2014 François Hollande "Der Kampf der Iraker gegen den Terrorismus ist auch der unsrige." Er fügte hinzu: "Die Bedrohung ist global, und also muss es eine globale Antwort darauf geben." Eigentlich sollte der Text lauten,diese TerrorismusGefahr ist von uns i/d Nato verursacht,wir haben es unterschaetzt,jetzt ist es global.Buchstaeblich haben NatoLaender+arabischeVerbuendete jetzt Kriegsaktionen gestartet gegen radikale Islamisten in Syrien+Irak die schon 3 Jahre von Assad+Irak+Hizbollah+Iran bekaempft werden. Man muss jetzt seine eigene Gefahr aus der PandoraBuechse bekaempfen.Dabei werden natuerlich auch Zivilpersonen getoetet wofuer man Assad immer so kritisiert hat

  • Die Ursachen für IS liegen eindeutig in der Religion des Islams. Wenn die Religion über die Politik herrscht, dann haben wir solche Zustände, dann haben wir einen islamistischen Gottesstaat. Im Extremfall einen IS-Barbarenstaat.

  • Wer hat den "geistlosen Glaubensidioten" den Gegenhalt genommen und damit das mit verursacht was wir jetzt sehen bzw. das was uns jetzt gezeigt wird (wenn es denn war ist), Herr Zanker?

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