Personalabbau
Sarkozy nimmt sich Frankreichs Beamte vor

Nicolas Sarkozy drückt aufs Tempo: Der französische Staatspräsident hat eine drastische Verschlankung des öffentlichen Dienstes eingeleitet. Bis zum Ende seiner Amtszeit in fünf Jahren werde nur noch einer von zwei ausscheidenden Beamten ersetzt, kündigte er an.

HB NANTES. 2008 sollen bereits nur zwei von drei frei werdenden Stellen wiederbesetzt werden. Er werde für einen öffentlichen Dienst sorgen, in dem „weniger Beschäftigte besser bezahlt werden und bessere Karrierechancen haben“, erklärte der Präsident.

Nach der am Dienstag auf den Weg gebrachten Rentenreform ist die Modernisierung des öffentlichen Dienstes die zweite zentrale Herausforderung für die neue Regierung. Die Gewerkschaften haben bereits zuvor die Pläne heftig kritisiert. Insbesondere das Bildungssystem muss die Einsparungen verkraften. Von den 22.700 Posten, die 2008 gestrichen werden, entfallen 11.200 auf Schulen und Universitäten.

Sarkozy rechtfertigte den Personalabbau. Es gebe keine andere Möglichkeit, die Gehälter der Beamten zu erhöhen und das Staatsdefizit abzubauen. Zu den weiteren Leitlinien der Reform gehört die Einführung von leistungsbezogenen Elementen beim Lohn. „Jeder soll motiviert werden, besser zu arbeiten“, sagte der Präsident. Zudem will er die Möglichkeit zu Überstunden für jeden Beamten verbessern. „Ob es der Lehrer ist, der sich nach dem Unterricht noch um die Schüler kümmert, oder die Mitarbeiter in den Behörden, damit die Schalter am Samstag öffnen können.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%