Personalkarussell
CIA-Chef tritt völlig überraschend zurück

CIA-Chef Porter Goss ist nach nach nur 18 Monaten im Amt zurückgetreten. Dies teilte US-Präsident George W. Bush selbst am Freitag in Washington mit.

HB WASHINGTON. Die Nachricht schlug im politischen Washington wie eine Bombe ein. Goss hatte den Posten von George Tenet übernommen, der nach heftiger Kritik an den Fehlern und Versäumnissen im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September und im Vorfeld des Irak-Krieges aufgegeben hatte.

Über die Gründe für den Rücktritt von Goss wurde zunächst nichts bekannt. Allerdings war er in den Monaten seit seiner Amtsübernahme wegen seines persönlichen Führungsstils intern kritisiert worden.

Außerdem geriet der Geheimdienst wegen „undichter Stellen“ in die Schlagzeilen. Frühere hohe Geheimdienstbeamte äußerten unterdessen die Vermutung, Goss sei aus Enttäuschung darüber zurückgetreten, dass er bei der Neuordnung der Geheimdienste im April vergangenen Jahres von Bush nicht berücksichtigt worden war. Bush hatte seinerzeit John Negroponte zum nationalen Geheimdienstdirektor und damit zum Chefkoordinator für alle 16 US-Geheimdienste gemacht, was die Position von Goss als CIA-Chef schwächte.

Bush würdigte am Freitag die Verdienste von Goss, der wichtige Reformen eingeleitet habe. Der Präsident wies insbesondere auf ein von Goss eingeleitetes Fünf-Jahres-Programm zur Aufstockung der Zahl von Agenten „vor Ort“ und von Analytikern hervor. Goss habe dazu beigetragen, das Land sicherer zu machen, erklärte der Präsident. Goss seinerseits sagte, der Zustand des Geheimdienstes habe sich „außerordentlich verbessert“.

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