Petraeus-Bericht
CNN: Irak-Truppen werden nicht weiter reduziert

Der US-Oberbefehlshaber im Irak, General David Petraeus, will nach CNN-Informationen zunächst keine weitere Truppen- Reduzierung im Irak empfehlen. Dies würde bedeuten, dass nach dem bereits beschlossenen Abzug von 30 000 Mann bis zum Sommer nach wie vor etwa 140 000 US-Soldaten im Irak bleiben.

HB WASHINGTON. Wie CNN berichtete, erwarten hohe Beamte im Pentagon, dass der General bei seinen Berichten im US-Kongress nicht von einem baldigen zusätzlichen Abzug sprechen werde. Dem TV-Sender zufolge erwarten einige Beamte im Pentagon, dass frühestens Ende des Jahres eine oder zwei weitere US-Brigaden aus dem Irak abgezogen werden können.

Petraeus wollte am Dienstag zunächst im Senat über seine Einschätzung der Lage im Irak berichten. Im Senat sitzen auch alle drei noch im Rennen befindlichen Präsidentschaftsbewerber - der republikanische Spitzenkandidat John McCain sowie die demokratischen Bewerber Hillary Clinton und Barack Obama.

US-Präsident George W. Bush will am Donnerstag eine Rede an die Nation über die Lage im Irak halten. Darin werde Bush sich unter anderem zu der Entscheidung äußern, die Stationierungszeit von 15 auf 12 Monate zu reduzieren, berichtete CNN unter Berufung auf informierte Kreise in Regierung und Kongress.

Im Irak kam es indes zu neuen schweren Kämpfen. Dabei töteten Aufständische erneut amerikanische Soldaten getötet. Vier von ihnen starben nach Angaben des US- Militärkommandos vom Dienstag durch Angriffe in der Hauptstadt Bagdad am Sonntag und Montag. Zwei weitere Soldaten kamen in der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Balad durch eine Sprengstoffattacke ums Leben.

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete zudem unter Berufung auf Sicherheitskreise, am Montagabend hätten mutmaßliche El-Kaida- Terroristen in einem Dorf nahe der Kleinstadt Chalis im Nordosten von Bagdad einen Stammesführer und seine drei Söhne ermordet. Der Clanchef vom Stamm der Obeid, Scheich Asis Mohammed Faradsch, sei ein Schwager des früheren Vizepräsidenten Isset Ibrahim al-Duri, der nach dem Sturz des Saddam-Regimes vor fünf Jahren untergetaucht war. Al- Duri soll den bewaffneten Kampf gegen die US-Truppen unterstützen. Sein Schwager hatte laut Aswat al-Irak Chef eine lokale Bürgewehr geleitet, die gegen El-Kaida kämpft.

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