Petro Poroschenko
„Das Abkommen funktioniert nicht“

Der ukrainische Präsident Poroschenko hat das Minsker Abkommen für gescheitert erklärt. In einem Interview warf er den prorussischen Separatisten den Bruch der Vereinbarung vor. Nun fordert er Konsequenzen für den Kreml.
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BerlinUnmittelbar vor dem offiziellen Beginn eines Besuchs in Deutschland hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko das Friedensabkommen von Minsk für gescheitert erklärt. „Die Wahrheit ist, dass das Abkommen nicht funktioniert,“ sagte Poroschenko der „Bild“-Zeitung (Montagsausgabe). Minsk sei „für uns Hoffnung, nicht Realität“.

Russland warf er vor, die vereinbarte Waffenruhe wiederholt gebrochen zu haben. „Jeden Tag wird von russischer Seite weiter geschossen, oft mehr als 60 Mal am Tag – insgesamt 1100 Mal wurde die Waffenruhe gebrochen“, sagte Poroschenko der „Bild“. Die Ukraine dagegen habe „jeden einzelnen Vertragspunkt von Minsk erfüllt“, der Waffenstillstand sei von ukrainischer Seite „sofort umgesetzt“ worden.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) habe keinen Zugang, um den Waffenabzug in der Ostukraine zu kontrollieren, sagte Poroschenko dem Blatt. Auf den Bruch der Waffenruhe durch Russland müsse mit einer Verschärfung der Sanktionen reagiert werden, forderte er.

Poroschenko kommt am Montag zu einem Besuch nach Berlin. Dort wird er von Bundespräsident Joachim Gauck mit militärischen Ehren im Schloss Bellevue empfangen. Im Anschluss ist ein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgesehen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Petro Poroschenko: „Das Abkommen funktioniert nicht“"

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  • Außer HB Nachrichten über die Lage in Ukraine, gibt es sehr viele. Aus dieser Masse der Berichte kristallisiert sich nur eine Folgerung: wenn die Ukraine genügend Waffen erhält, geht die Auseinandersetzung ohne Frage weiter! Frau Merkel setzt die Pläne der Amis um.

  • Da redet er wieder , der Herr Präsident : "Die Ukraine dagegen habe „jeden einzelnen Vertragspunkt von Minsk erfüllt“, der Waffenstillstand sei von ukrainischer Seite „sofort umgesetzt“ worden." Wirklich ? Ich hatte da Anderes gelesen, die Ukraine kam beim Abzug der schweren Waffen einfach nicht in die Gänge ... . Nun, da schon so oft gelogen worden ist sollte man zu diesem Thema doch zunächst auf Belegen von neutraler Seite bestehen. So wie dieser Artikel aussieht ist es wieder die typische schwarz-weiss-Malerei. Schade dass unsere Medien das mitmachen, und solchen Selbst-Darstellern unkritisch und gratis eine grosse Bühne bereitstellen.

  • >> Poroschenko kommt am Montag zu einem Besuch nach Berlin. Dort wird er von Bundespräsident Joachim Gauck mit militärischen Ehren im Schloss Bellevue empfangen. >>

    Dann ist ein verlogener Oligarch, der zu Janukowitsch-Zeiten auch schon in Amt und Würde stand ( früher Finanzminister und Außenminister gewesen ist, das Land schon damals mit ruiniert hat ) mit unserem Staasi-Sprössling, dem Ossi-Pfaffen Gauckler in guter Gesellschaft.

    Schade nur, dass auch die deutschen Steuergelder der Blutrünstigen Mafia im Schurkenstaat Ukraine wieder hinterhergeworfen werden.



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