Philippinen
Salon-Revolutionäre in Manila geben auf

Der recht eigenwillige Putschversuch auf den Philippinen ist nach nur wenigen Stunden in sich zusammengebrochen. Die rebellierenden Soldaten, die ihren Umsturz von einem Luxushotel aus ausgerufen hatten, ließen sich von regierungstreuen Kollegen festnehmen.

HB MANILA. Nachdem Spezialeinheiten das feine Hotel „Peninsula“ umstellt und mit der Stürmung begonnen hatten, erklärten sich die Anführer schließlich bereit, aufzugeben. Er könne kein Blutvergießen verantworten, sagte Putschistenführer Antonio Trillanes, der der Präsidentin Korruption und Wahlbetrug vorwarf, Reportern in dem Hotel. Mit einem Schützenpanzer hatten Soldaten den Eingang zum Hotel durchbrochen und Tränengas in das Gebäude gefeuert. Augenzeugen berichteten von heftigen Schusswechseln. Mindestens zwei Menschen wurden verletzt.

Trillanes ist bereits wegen eines Umsturzversuches aus dem Jahre 2003 angeklagt. Er musste deshalb am Donnerstag vor Gericht erscheinen. Er nutzte die Verhandlung, um sich plötzlich mit rund 30 Sympathisanten abzusetzen. Die Militärpolizisten, die ihn eigentlich bewachen sollten, waren offenbar zu ihm übergelaufen und schlossen sich seiner Meuterei an. Präsidentin Gloria Arroyo rief das Kabinett zu einer Krisensitzung zusammen. Die Präsidentengarde, die für den Schutz des Präsidentenpalastes zuständig ist, wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Zunächst wurde den Putschisten ein Ultimatum gesetzt. Als dieses verstrichen war, ordnete Verteidigungsminister Gilbert Teodoro die Festnahme der Meuternden an.

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