Pilgerroute
Selbstmordattentäterin tötet im Irak 32 Menschen

Eine Selbstmordattentäterin hat am Freitag im Irak 32 Menschen getötet. Sie sprengte sich auf einer vielgenutzten schiitischen Pilgerroute in die Luft.

HB BAGDAD. Nach Polizeiangaben sind bei dem Anschlag 84 weitere Personen verletzt worden. Die Explosion ereignete sich auf der Pilgerroute in der Stadt Iskandarija rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad. Trotz scharfer Sicherheitsvorkehrungen auf der Strecke in die den Schiiten heilige Stadt Kerbela konnte sich die Frau den Angaben zufolge in einer Menschenmenge in die Luft sprengen.

Momentan befinden sich Hunderttausende Schiiten auf dem Weg in die Pilgerstadt, um einen der wichtigsten Tage im schiitischen Kalender zu feiern. Sie begehen das Ende der Trauerzeit nach dem Todestag Imam Husseins, dem Enkel des Propheten Mohammed, im siebten Jahrhundert.

Bei den Kommunalwahlen im Irak Ende Januar konnte das Parteinbündnis von Ministerpräsident Nuri el Maliki im schiitisch dominierten Süden deutliche Gewinne verbuchen. Grund dafür ist unter anderem der Rückgang der Gewalt, die seit dem Einmarsch der US-geführten Truppen 2003 im Land herrschte.

Dennoch kommt es immer wieder zu Anschlägen. Am Donnerstag hatte in Kerbela ein Sprengsatz am Straßenrand acht Menschen getötet und weitere 18 verletzt. Die Anschläge werden oft sunnitischen Extremistengruppen wie der El Kaida zugeschrieben.

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