Pipeline-Streit
Polen lehnt deutschen Erdgas-Vorschlag ab

Die polnische Regierung lehnt den deutschen Vorschlag ab, durch eine Leitung zwischen Deutschland und Polen von Westen aus mit Erdgas versorgt zu werden. Warschau argwöhnt, womöglich wollten deutsche Gasanbieter dem Land durch die Hintertür russisches Gas andrehen.

rev WARSCHAU. „Dieses Konzept entspricht nicht unserer Strategie der Diversifizierung“, sagte Wirtschaftsminister Piotr Wozniak dem Handelsblatt. Polen wolle zunächst eine Leitung zwischen Dänemark und Polen und einen Terminal für Flüssiggas bauen. „Später einmal, nach der Verwirklichung unserer Prioritäten, können wir auf den jetzigen deutschen Vorschlag zurückkommen", sagte Wozniak.

Der Minister fürchtet, über die angebotene Leitung könne zusätzlich russisches Gas nach Polen gelangen, das durch die geplante deutsch-russische Ostseepipeline nach Deutschland fließen soll. BASF und Wingas Transport, einer Vertriebstochter der Wintershall-Gruppe, hatten zuvor in Warschau vorgeschlagen, ein Verbindung von der geplanten Nord-Süd-Pipeline „Opal“ nach Polen zu bauen. Hinter dem Angebot steht der Wunsch, den Widerstand gegen die geplante Ostseepipeline abzuschwächen, mit der ab 2010 Gas aus Russland nach Europa geleitet werden soll.

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