Pläne auch für den Irak
USA ziehen Soldaten aus Afghanistan ab

Die USA ziehen bis zum kommenden Frühjahr rund 3 000 ihrer Soldaten aus Afghanistan ab. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld habe einen entsprechenden Befehl unterzeichnet, sagte ein Ministeriumssprecher.

WASHINGTON. Er sei damit einer Empfehlung des Militärs vor Ort gefolgt. Die afghanischen Sicherheitskräfte seien zunehmend besser ausgebildet, hieß es zur Begründung. Zudem wolle die Nato die Präsenz ihrer Isaf-Friedenstruppen im kommenden Jahr von 9 000 auf 15 000 Soldaten ausweiten und zunehmend in den umkämpften Süden vorrücken. Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Isaf-Fahrzeug wurden am Dienstag drei italienische Soldaten und drei Zivilisten verletzt.

Die Entscheidung, die US-Truppen in Afghanistan auf 16 000 Soldaten zu reduzieren, war weithin erwartet worden. In den USA wird darüber hinaus auch über einen Truppenabzug aus dem Irak debattiert. Das Verteidigungsministerium hatte zuletzt signalisiert, von den derzeit insgesamt 150 000 Soldaten etwa 12 000 bis Ende Februar zurückzuholen. Die US-Regierung steht zunehmend unter Druck, einen langfristigen Plan für einen Truppenabzug aus dem Golfstaat vorzulegen. Nach offiziellen Angaben sind dort bislang mehr als 2 100 amerikanische Soldaten getötet worden.

Bei einem Selbstmordanschlag im Westen Afghanistans wurden am Dienstag drei italienische Isaf-Soldaten und drei Zivilisten verletzt. Während die Soldaten nur leichte Verletzungen erlitten, mussten die Afghanen im Krankenhaus behandelt werden, wie die Polizei mitteilte. Eine Frau befinde sich in einem kritischen Zustand. Die Soldaten waren auf dem Weg zum Flughafen der Stadt Herat, als ein Auto dicht an ihr Fahrzeug heranfuhr und explodierte. Deutsche Soldaten sind in der Region nicht im Einsatz.

Es war die fünfte Attacke auf Isaf-Soldaten innerhalb von sechs Wochen. Am 14. November waren bei Anschlägen auf zwei Fahrzeuge der Nato-Schutztruppe in Kabul ein Bundeswehrsoldat und mehrere Afghanen getötet worden. Die Bundeswehr stellt mit 2 600 Soldaten das größte Kontingent innerhalb der Isaf-Truppe. Die deutschen Soldaten sind in der Hauptstadt Kabul sowie in den Städten Faisabad und Kundus stationiert.

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