Pläne für europäische Verteidigungspolitik
Blair und Powell kritisieren Vierergipfel

Der britische Premierminister Tony Blair hat die Pläne Deutschlands, Frankreichs, Belgiens und Luxemburgs für eine gemeinsame Verteidigungspolitik kritisiert. Der Sieben-Punkte-Plan habe die EU im Kern gespalten, sagte Blair am Dienstag am Rande eines Besuchs in Russland. „Ich will ein einflussreiches und starkes Europa, aber ich will es einflussreich und stark an der Seite der USA, nicht als ihr Rivale.“

HB/dpa LONDON/WASHINGTON. Auch US-Außenminister Colin Powell äußerte sich kritisch zur der Verteidigungsinitiative. In einer Kongressanhörung in Washington sagte Powell, die EU sollte sich auf eine Verbesserung ihrer militärischen Fähigkeiten konzentrieren statt ein neues Kommando zu schaffen. Die Einrichtung einer solchen militärischen Zentrale könne nicht die Lücken innerhalb der NATO bei den Ausgaben für die Streitkräfte und deren Ausrüstung wettmachen. „Was wir brauchen sind nicht weitere Hauptquartiere“, sagte Powell wörtlich. „Was wir benötigen sind bessere Fähigkeiten und das Anspecken der existierenden Strukturen und Kräfte mit der Ausrüstung, die sie brauchen.“

Die vier Staaten hatten sich am Dienstag in Brüssel darauf verständigt, eine gemeinsame Verteidigungspolitik der Europäischen Union voranzutreiben und bis 2004 den Kern einer EU-Planungs- und Kommandozentrale zu entwickeln. Der britische Außenminister Jack Straw kündigte an, den Plan der Vier am Wochenende bei einem informellen Treffen mit seinen EU-Amtskollegen in Griechenland besprechen zu wollen.

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