Plünderungen und Brandanschläge in Sialkot
Unruhen in Pakistan nach Anschlag auf Moschee

Aufgebrachte Jugendliche haben einen Tag nach dem Anschlag auf eine Moschee in Pakistan Gebäude in der Stadt Sialkot in Brand gesetzt. Soldaten marschierten auf, um die Feuerwehr zu schützen.

HB BERLIN. In der ostpakistanischen Stadt Sialkot hat es einen Tag nach einem Anschlag auf eine Moschee schwere Unruhen gegeben. Nach dem Massenbegräbnis der 25 Menschen, die beim Anschlag auf eine schiitische Moschee am Freitag ums Leben gekommen waren, zogen am Samstag hunderte Jugendliche plündernd und brandschatzend durch die Straßen.

Eine Polizeiwache und das Büro des Bürgermeisters wurden in Brand gesteckt, wie die Behörden mitteilten. Soldaten wurden herbeigerufen, um dafür zu sorgen, dass die Feuerwehr ungehindert löschen konnte. «Die Streitkräfte regeln die Lage, aber die Gewalt dauert an», sagte Polizeisprecher Mohammed Irfan.

Am Freitag hatte sich ein Selbstmordattentäter in der Zainabia-Moschee in die Luft gesprengt. Schon nach der Explosion wurden die Polizisten von einer wütenden Menschenmenge attackiert und von der Moschee fern gehalten. Im überwiegend muslimischen Pakistan gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen der schiitischen Minderheit und der sunnitischen Mehrheit.

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