Polen
Das neue Kraftzentrum in der Mitte Europas

Polens Wirtschaft brummt unaufhörlich und inzwischen ist das Land zu einer neuen Lokomotive für die Wirtschaft in Europa geworden. Viele Ökonomen sprechen vom „Wunder an der Weichsel“.
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WarschauDer Jungkommunist steht noch immer aus Stein gemeißelt in einem Erker des Stalin'schen Kulturpalastes im Zuckerbäckerstil im Herzen Warschaus. Ein dickes Buch mit der Aufschrift „Marx, Engels, Lenin“ trägt er unter dem Arm. Doch was er rundherum sieht, ist die neue Zeit: Wolkenkratzer aus Glas und Beton, Fünf-Sterne-Hotels, moderne Einkaufszentren und direkt vor sich ein „Hard Rock Cafe“. Die grell in Regenbogenfarben blinkende Riesengitarre über dem Eingang symbolisiert diese neue Zeit: Das moderne, aufstrebende, zukunftsgerichtete Polen. Design statt Plattenbauten.

Seit dem Krisenjahr 2009 sprechen die meisten Ökonomen sogar vom Wunder an der Weichsel: Polen schaffte es als einziges EU-Mitgliedsland sogar mit 1,8 Prozent Wachstum durch die weltweite Rezession zu kommen. Das Land an Oder und Weichsel wurde zu einer neuen Lokomotive für die Wirtschaft in Europa. Und sie steht noch immer mächtig unter Dampf: Im zweiten Quartal legte Polens Bruttoinlandsprodukt um 4,3 Prozent zu (zum Vergleich: Deutschland nur noch um 0,1 Prozent).

„Polnische Wirtschaft“ war einmal ein Schimpfwort, Synonym für Schlendrian und Missmanagement. Heute schauen Ökonomen mit Hochachtung auf Polens Wirtschaft: „Das Land ist klarer Gewinner sowohl der EU-Erweiterung als auch der Globalisierung“, sagt Bert Rürup vom Beratungs- und Analysehaus Maschmeyer Rürup.

Längst werden die meisten Kühlschränke und Flachbildschirme für Europa in Polen hergestellt. Ob LG in Breslau, VW in Posen, Opel in Gleiwitz, Fiat in Tychy, MAN bei Krakau, Bosch-Siemens Haushaltsgeräte in Lodz, MTU in Rzeszów, Unicredit mit seiner Bank Pekao in Warschau oder die Commerzbank-Tochter BRE-Bank dort- das Land am Drehkreuz zwischen Ost und West, Skandinavien und Südeuropa ist längst ein Magnet für Auslandsinvestoren.

Kommentare zu " Polen: Das neue Kraftzentrum in der Mitte Europas"

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  • @Euro4ever
    Sie haben nicht verstanden, dass der Euro das Problem. Sie meinen tatsächlich im Ernst, die Merkel hätte was versemmelt. Aber das ist ein Hirngespinst. Damals wie heute kostet dieser Scheiß BILLIONEN und wird den deutschen Staatsbankrott in Kürze bedeuten.
    Was Sie erzählen ist eine Dolchstoßlegende. Irreführend, populistisch. Hätten die Deutschen mal von Anfang an... einfach nur ideologisch, eurotisch...

  • Die Polen haben es auch gut, weil sie nicht BILLIONEN für ein "politisches Projekt" bezahlen müssen. Polen ist der Beweis dafür, das die europäischen Nationen nationale Währungen benötigen.
    Ich möchte mal wissen, was noch passieren muss, damit diese involvierten Politiker, Claquere, Reporter und Nachplapperer endlich erkennen, dass der Euro ein Flop ist und dabei ist, Europa zu zerstören. Den Euro als das Problem zu isolieren ist aber tabu, so wie es früher im Osten tabu war, irgendein wirtschaftliches Problem mit dem Sozialismus in Verbindung zu bringen. Das ist die Falle, in der die Eurotiker sitzen! Und sie machen weiter, bis Deutschland an den Billionenforderungen zur "Rettung" einer Währung zerbricht. Und das ist dann die größte politische, wirtschaftliche und soziale Katastrophe in Deutschland seit 1945. Wer das nicht erkennt, muss schon sehr bösartig sein!

  • Zu letzterem meine volle Zustimmung. Es ist mittlerweile ziemlich egal, ob wir links- oder rechtsherum laufen. Das eine wird teuer, das andere sauteuer. Wir wissen aber nicht, was "das eine" und was "das andere" ist. Hauptsache wäre somit, dass wir uns endlich mal für eine Richtung entscheiden und die dann auch beibehalten ! Die aktuelle Ungewissheit ist das eigentliche Übel.

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