Polen
Ministerpräsidentin nach Autounfall verletzt

Die polnische Ministerpräsidentin Szydło ist bei einem Autounfall verletzt worden. Ihr Fahrzeug prallte gegen einen Baum. Ihrem Sprecher zufolge ist ihr Zustand stabil genug, um vom Krankenbett aus arbeiten zu können
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Warschau Die verunglückte polnische Regierungschefin Beata Szydło befand sich am Samstag weiter in einem Militärkrankenhaus in Warschau. Ihr Zustand sei „stabil“ und „unter Kontrolle“, sagte ihr Sprecher Rafael Bochenek der Agentur PAP zufolge. Der 53-Jährigen sei „nichts Ernsthaftes“ zugestoßen, so dass sie ihr Amt vom Krankenbett aus ausüben könne.
Szydło bleibe die nächste Zeit unter ärztlicher Beobachtung. Es gebe Routineuntersuchungen, hieß es. Wann die Politikerin der national-konservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) das Krankenhaus verlassen kann, war noch nicht absehbar.

Szydłos Dienstwagen war am Freitagabend knapp 60 Kilometer westlich von Krakau gegen einen Baum gefahren. Der Fahrer hatte offiziellen Angaben zufolge versucht, einem Kleinwagen des Typs Fiat Seicento auszuweichen. Szydłos Wagenkolonne sei mit Blaulicht und Sondersignal auf dem Weg in den Heimatort der Regierungschefin im Stadtgebiet von Oświęcim unterwegs gewesen.
Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Fahrer des Kleinwagens, den Unfall verursacht zu haben. Er habe den Fehler auch eingeräumt, hieß es. Neben Szydło waren auch ihr Fahrer und ein Personenschützer bei dem Unfall verletzt worden. Bereits im November 2016 war die Autokolonne der Regierungschefin in Israel in einen Unfall verwickelt gewesen; damals war Szydło unverletzt geblieben.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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