Polen und Deutschland Verlierer auf beiden Seiten

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So viele Subventionen wie kein anderer Mitgliedsstaat

Der ehemalige polnische Premier und jetzige EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte daher zuletzt gar gewarnt, dass Polen sich auf einen EU-Austritt hinbewege. Realistisch ist das zwar nicht, denn auch Jarosław Kaczyński und seine PiS-Partei wissen, dass Polen einen Austritt wirtschaftlich nicht verkraften kann. Tusks Aussage hatte jedoch einen anderen Zweck. Sie soll die Opposition im polnischen Parlament und im Volk mobilisieren. Den Brexit hatte nämlich im vergangenen Jahr auch kaum jemand in Großbritannien für realistisch gehalten.

Polens wirtschaftliche Zukunft hängt in hohem Maße von der EU-Mitgliedschaft ab. Das Land empfängt so viele Subventionen wie kein anderer Mitgliedsstaat. An fast jedem Krankenhaus, jeder Brücke und jeder Autobahn in Polen stehen Schilder, die darauf hinweisen, dass sie mithilfe von EU-Geldern gebaut wurden. Deutschland verdient daran mit. „Von den Infrastrukturinvestitionen konnten sowohl Baufirmen wie Hochtief, als auch Baustoffproduzenten wie Knauf profitieren“, berichtet Michał Woźniak von GTAI.

Sollte Polen seinen nationalistischen Regierungskurs fortsetzen, läuft es zwar nicht Gefahr, aus der Europäischen Union ausgeschlossen zu werden. Doch eine Kürzung der Fördermittel ist durchaus möglich. Das aber würde nicht nur Polens, sondern auch Deutschlands Wirtschaft treffen.

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5 Kommentare zu "Polen und Deutschland: Verlierer auf beiden Seiten"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Von aussen entsteht eher der Eindruck, dass der deutsche Dominanzanspruch für den Konflikt mit Polen verantwortlich ist.

    Fr. Merkel fordert von Polen an einer Masseneinwanderung aus dem Nahen Osten/Afrika teilzunehmen. Wenn die deutsche Bevölkerung gerne ausgetauscht werden möchte ist dies eine Sache. Es gibt jedoch keinen Grund dies Polen aufzuzwingen.

    Deutschland kritisiert die polnischen "Justizreformen". Andererseits agiert die deutsche Justiz auch sehr politisch. Man denke an willkürliche Haftstrafen für Oppositionelle im Vorfeld der Bundestagswahlen (Bsp Stürzenberger), oder die massive Internetzensur regierungskritischer Äusserungen.

    Deutschland sucht Polen seine Ökoreligion mit dem Klimaschwindel aufzupressen. Polen möchte die von Deutschland erbeuteten Kohlevorkommen in Ruhe nutzen. Was spräche dagegen jedem seine Religion zu belassen.

  • Weiter so, die killen die EU, das wird ein großer Tag für die Freiheit.

  • Polen fordert Reparationen :

    Potsdamer Abkommen Teil IX :

    "Die Chefs der drei Regierungen (Großbritannien, USA, Russland) bekräftigen ihre Auffassung, daß die endgültige Festlegung der Westgrenze Polens bis zur Friedenskonferenz zurückgestellt werden soll."

    Die Friedenskonferenz (Friedensvertrag) wurde bisher nicht abgehalten; der heutige Grenzverlauf zwischen Deutschland und Polen dürfte aber Bestand haben, sodass über Entschädigungen für die von Polen übernommenen Gebiete zu reden ist.

    Wenn den Reparationsforderungen Polens die deutschen Ansprüchen gegengerechnet werden, dürfte Polen an Deutschland Zahlungen zu leisten haben.

    Fazit : Eine fundierte Gegenrechnung dürfte Polens Reparationsforderungen massivst abkühlen und den gegenüber der DDR 1953 ausgesprochenen Verzicht auf Reparationen als sehr vorteilhaftes Geschäft erscheinen lassen.

  • In Wahrheit verliert GANZ Europa in den nächsten Jahrzehnten !

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