Politiker aller Parteien erwarten Stabilisierung des Irak
Deutsche Politiker hoffen auf Wende in Irak

Die Festnahme Saddam Husseins ist von allen deutschen Parteien begrüßt worden. Man hoffe, dass der Wiederaufbau nun besser vorankomme, hieß es.

HB BERLIN. Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat die Festnahme von Saddam Hussein als wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Wiederaufbau in Irak bezeichnet. Sie diene der Stabilisierung und Demokratisierung des Landes, sagte er am Sonntag in Berlin.

«Ich denke, jetzt besteht auch die Chance, dass die Gewalt abnimmt, der Terror zum Stillstand kommt im Land, der Wiederaufbau energisch vorangebracht werden kann und gleichzeitig darüber hinaus auch eine schnellere Souveränitätsübertragung auf eine Übergangsregierung der Iraker möglich ist», so Fischer. Saddam Hussein sei ein brutaler Diktator gewesen, der nun bestraft werden müsse.

Für die Partei der Grünen erklärten die Vorsitzenden Angelika Beer und Reinhard Bütikofer, der irakische Diktator müsse vor Gericht gestellt werden. «Das ist eine gute Nachricht für das irakische Volk, für die gesamte Region und die Zukunft des Iraks», sagten sie.

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Friedbert Pflüger, sprach von einer großen Freude. Er hoffe, dass Saddam einer harten und gerechten Strafe zugeführt und der Widerstand seiner «faschistischen Anhänger» gebrochen werde, sagte der CDU-Politiker am Sonntag der Nachrichtenagentur AP. Zugleich forderte er die Regierung auf, gemeinsam mit den USA am Wiederaufbau zu arbeiten und den Streit der vergangenen Monate hinter sich zu lassen.

Auch FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt begrüßte die Festnahme des irakischen Diktators als gute Nachricht. «Das kann ein bedeutender Wendepunkt hin zu Demokratie und Frieden werden», erklärte er am Sonntag in Berlin. Nun müsse endlich die Rolle der Vereinten Nationen in Irak und die Rolle des irakischen Volkes gestärkt werden.

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