Politiker wider Willen
Ungarns Regierungschef zurückgetreten

Der ungarische Regierungschef Péter Medgyessy ist zurückgetreten. Hintergrund des Rücktritts ist eine umstrittene Regierungsumbildung.

HB BUDAPEST. Die regierenden ungarischen Sozialisten nahmen am Donnerstagabend das Rücktrittsangebot des parteilosen Ministerpräsidenten an. Das berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Ein Nachfolger stehe bereits fest, hieß es. Ein Name wurde aber noch nicht veröffentlicht.

Der Vorsitzende der sozialistischen MSZP, Außenminister László Kovács, erklärte, der designierte Nachfolger werde am 26. August nach Beratungen mit dem liberalen Koalitionspartner bekannt gegeben. Am 6. September solle das Parlament per Misstrauensantrag Medgyessy abwählen. Hintergrund des Rücktritts ist eine umstrittene Regierungsumbildung.

Ein Finanzfachmann in der Politik

Ein richtiger Politiker ist aus Péter Medgyessy nicht geworden. Vielleicht wollte der 61-Jährige dies auch nicht, als die ungarischen Sozialisten den Parteilosen 2001 baten, für sie bei der Parlamentswahl 2002 für das Ministerpräsidentenamt zu kandidieren. Nun ist er ausgerechnet der Parteipolitik zum Opfer gefallen. Ständige Querelen zwischen den Regierungsparteien und Machtkämpfe innerhalb der vor einem Generationswechsel stehenden sozialistischen MSZP haben mit zum Ende seiner kurzen Regierungszeit beigetragen.

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