International
Politiker würdigen britischen Ex-Außenminister Cook

Politiker in Großbritannien und aller Welt haben den im Alter von 59 Jahren gestorbenen früheren britischen Außenminister Robin Cook gewürdigt.

dpa LONDON. Politiker in Großbritannien und aller Welt haben den im Alter von 59 Jahren gestorbenen früheren britischen Außenminister Robin Cook gewürdigt. Der Labour-Politiker war am Samstag während einer Bergwanderung in Schottland vermutlich wegen eines Herzversagens zusammengebrochen und wenig später in Krankenhaus von Inverness gestorben.

Cook hatte international für Schlagzeilen gesorgt, als er im Frühjahr 2003 aus Protest gegen die britische Beteiligung am Irak-Krieg als Fraktionschef der regierenden Labour- Partei zurücktrat.

Der britische Premierminister Tony Blair würdigte Cook als ein „hervorragendes, außergewöhnliches Talent“. Als Außenminister habe er Großbritanniens Position in Europa neu bestimmt und die britische Entwicklungshilfe- und Menschenrechtspolitik geprägt. Außenminister Jack Straw, der Cook 2001 im Amt ablöste, sagte dem Sender BBC, er sei „zutiefst bestürzt“ über den Tod seines Parteikollegen. Ihre 30- jährige Freundschaft habe auch ihre Unstimmigkeiten zum Irak-Krieg überstanden. Für den konservativen Oppositionsführer Michael Howard war Cook ein „Politiker mit Prinzipien“, der sich unermüdlich für seine Überzeugungen eingesetzt habe.

US-Außenministerin Condoleeza Rice nannte Cook einen „leidenschaftlichen Verteidiger von Freiheit und Menschenwürde“. UN- Generalsekretär Kofi Annan sagte, Cook sei in seiner Amtszeit als Außenminister ein „Partner in allen Angelegenheiten„ gewesen. Bundesaußenminister Joschka Fischer nannte Cook in einem Schreiben an dessen Witwe einen „engagierten Europäer, überzeugten und mutigen Parlamentarier sowie einen guten Freund“ Deutschlands. Er habe Cook als einen „immer der Sache verpflichteten Mann“ kennen gelernt, „dessen Eloquenz überzeugte, weil sie auf einem festen moralischen Fundament gründete“.

Cook war Außenminister von 1997 bis 2001, der Höhepunkt seiner politischen Karriere. Danach wurde er Fraktionschef der Labour-Partei im britischen Parlament. In dieser Zeit gab es viele Differenzen mit Blair, aber es war schließlich der britische Militäreinsatz im Irak, der Cook wenige Tage vor Beginn des Krieges im März 2003 zum Rücktritt veranlasste.

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