Politischer Wechsel im Krisenland
EU will Griechenland in der Euro-Zone halten

Neuwahlen sind in Griechenland sehr gut möglich. Eurokritische Stimmen bekommen immer mehr Zuspruch. Die EU-Kommission betont dennoch: Der Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone ist die einzige Option.
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BrüsselTrotz möglicher Neuwahlen in Griechenland denkt die EU-Kommission nach eigenen Angaben nicht über einen Austritt des Landes aus der Euro-Zone nach. „Die einzige Option für die Kommission ist es, Griechenland in der Euro-Zone zu halten“, sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag in Brüssel. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Gespräche von EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici mit Vertretern der griechischen Regierung in Athen.

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hat die Wahl des Staatsoberhaupts im Parlament überraschend um zwei Monate vorgezogen und beschwor die Abgeordneten, dem früheren EU-Kommissar Stavros Dimas das Vertrauen als Präsident zu schenken. Der erste Wahlgang ist am Mittwoch.

Falls Dimas in drei Wahlgängen durchfällt, werden laut Verfassung Neuwahlen fällig. Dabei hätte die linksgerichtete Syriza Umfragen zufolge gute Chancen, stärkste Partei zu werden. Die wäre ein „katastrophaler“ Rückfall in Zeiten, die Griechenland mit Hilfe seiner Geldgeber nur mit Mühe überwunden habe, hatte Samaras gewarnt

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wer kein Geld hat, kann auch keine Zinsen zahlen. Das Großmachtstreben bekäme einen Dämpfer und andere Länder könnten nacheifern und wieder Geschmack an der eigenen Souveränität finden.

  • Da ist e wiedr, die Angst, es könne ein Land austreten und dann flgen weitere.

  • Die EU will Griechenland sicherlich aus dem Grund behalten, weil dann die europäischen Banken regelm. mit Zinszahlungen des griechischen Staates versorgt werden können. Ich glaube, nur aus diesem Grunde ist Griechenland der EU so wichtig.

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