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12.06.2007 
Europäische Union

Polizei-Daten werden künftig ausgetauscht

Die Europäische Union vernetzt ihre Polizei-Datenbanken und will damit Terrorismus und grenzüberschreitenden Verbrechen effektiver bekämpfen.

HB LUXEMBURG. Die EU-Innenminister beschlossen am Dienstag einen umfangreichen Datenaustausch, um einen Abgleich von Fingerabdrücken, Daten aus Fahrzeugregistern und Ergebnissen von DNA-Tests zu ermöglichen. Um der illegalen Einwanderung entgegenzuwirken, soll zudem das so genannte Visa-Shopping gestoppt werden.

Über das Visa-Informationssystem (VIS) werden Fotos und Fingerabdrücke von EU-Ausländern, die ein Visum beantragen, künftig den Konsulaten im gesamten Schengen-Raum zugänglich sein. Unter bestimmten Bedingungen sollen auch Polizei- und Strafverfolgungsbehörden Zugriff auf voraussichtlich bis zu 70 Mill. Datensätze erhalten. Dazu müssen sie eine begründete Anfrage an das Zentralregister im jeweiligen Mitgliedstaat stellen. Der Austausch zwischen den EU-Staaten soll über eine VIS-Verwaltungsbehörde laufen, die in Straßburg ihren Sitz haben wird.

Das VIS werde voraussichtlich im Frühjahr 2009 funktionsfähig sein, erklärte EU-Innenkommissar Franco Frattini am Dienstag in Luxemburg. Bis dahin sollen auch die zehn im Jahr 2004 der EU beigetretenen Staaten Mitglieder des Schengen-Raums sein, so dass dann auch diese Länder am VIS teilnehmen könnten. Die Vorbereitungen für den Beitritt zum Schengen-Raum verliefen bislang in allen Mitgliedstaaten nach Plan, sagte Frattini. Unter der Hand haben Kommissionsvertreter allerdings wiederholt Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsvorkehrungen an der slowakischen Grenze geäußert.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Polizeidaten-Austausch bereits erfolgreich erprobt

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