Polizei setzt keine Belohnung aus
Mörder von Lindh noch auf freiem Fuß

Die Polizei hat auch sechs Tage nach dem Mord an Schwedens Außenministerin Anna Lindh immer noch keinen Durchbruch bei der Fahndung erzielt. Der Mörder ist immer noch auf der Flucht, berichteten schwedische Medien am Dienstag.

HB/STOCKHOLM. Trotz der inzwischen per Interpol in ganz Europa verbreiteten Fotos des Hauptverdächtigen fehle ein heißer Tipp. Auch die an der Golfkappe des mutmaßlichen Mörders gefundenen DNA-Spuren haben die Ermittler bisher nicht weitergebracht.

Vor diesem Hintergrund schließt die Polizei nach Informationen von „Dagens Nyheter“ nicht mehr aus, dass der gesuchte Mann Ausländer ist. Die Zeitung zitierte in ihrer Internetausgabe einen leitenden Beamten, der sagte, dies könne die ausbleibenden Hinweise im Inland erklären. Normalerweise hätte die Veröffentlichung der von den Kaufhaus-Kameras aufgenommen Bilder schnell zur Klärung der Identität führen müssen.

Die 46-jährige Sozialdemokratin Lindh war am Mittwoch dfer vergangenen Woche beim Einkaufsbummel in einem Stockholmer Kaufhaus niedergestochen worden. Sie starb später im Krankenhaus an inneren Blutungen.

Nach Angaben des Boulevardblatts „Expressen“ will die Polizei auf die Aussetzung einer Belohnung verzichten. Diesen Weg waren die Behörden 1986 nach der Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Olof Palme gegangen. Ausgezahlt wurden die 50 Mill. Kronen (5,5 Mill. Euro) allerdings nie. Das Attentat ist bis heute ungeklärt.

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