Polizei tappt zum Teil noch im Dunkeln
Blutbad in Madrid immer noch nicht völlig aufgeklärt

Ein halbes Jahr nach den Madrider Terroranschlägen mit 191 Todesopfern und 1500 Verletzten ist das Blutbad immer noch nicht völlig aufgeklärt.

HB MADRID. Die Attentäter und deren Helfer seien zwar in Haft oder tot, über deren internationale Verbindungen und die Finanzierung des Anschlags gebe es aber nach wie vor nur wenige Anhaltspunkte, berichtete die Zeitung „El País“ am Freitag unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden. Auch bei der Fahndung nach dem tatsächlichen Kopf des Massakers tappe die Polizei weiter im Dunkeln.

Im Juni wurde zwar der Ägypter Rabei Osman El Sayed als mutmaßlicher Drahtzieher der Attentate in Mailand gefasst. Über ihm soll es aber noch jemand anders gegeben haben, vermutlich den Auftraggeber. An den Bombenanschlägen auf vier Madrider Vorortzüge am 11. März waren nach Erkenntnissen der Polizei 12 oder 13 islamische Terroristen beteiligt, von denen sich 7 später in ihrem Versteckt selbst in die Luft gesprengt hatten. Von den fast 70 Festgenommenen sitzen noch 19 in Haft. Die meisten von ihnen sind Marokkaner.

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