Polizeibericht
Sechs Verletzte bei Explosionen in Antalya

Im türkischen Urlaubsort Antalya sind bei der Explosion zweier Bomben mindestens sechs Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten soll sich auch ein Tourist befinden. Die Sprengsätze waren im Abstand weniger Minuten in Papierkörben im Zentrum der Stadt detoniert.

HB ANKARA. Hinweise auf die Bombenleger gab es nach Polizeiangaben zunächst nicht. Einer der Sprengsätze war in einem Abfallkorb auf einem zentralen Platz vor einem Denkmal versteckt. Die Bombe explodierte, als Müllmänner den Korb entleeren wollten. Dabei wurden drei Mitarbeiter der Müllabfuhr verletzt. Bei der zweiten Explosion, die sich in der Nähe eines Gewürzbasars ereignete, wurden laut Polizeiangaben drei Passanten verletzt, darunter ein Tourist.

Bei den Bomben in Antalya handelte es sich bereits um den vierten Terroranschlag in türkischen Touristengebieten innerhalb weniger Monate. Bei dem bislang Schwersten auf einen Kleinbus im südwesttürkischen Urlaubsort Kusadasi waren Mitte Juli fünf Menschen getötet worden, unter ihnen Urlauberinnen aus Irland und England.

Die Anschläge in den Urlaubsgebieten lastet die Türkei Terrorzellen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) an. Zu einem Anschlag im Badeort Cesme am 10. Juli hatten sich die so genannten Freiheitsfalken Kurdistans bekannt. Schließlich waren am 23. Juli bei einer Bombenexplosion in einem Restaurant in Istanbul ein niederländischer Tourist und ein Kellner verletzt worden.

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