Posten des Parlamentspräsidenten
EVP will Schulz für halbe Amtszeit mittragen

Der Fraktionschef der europäischen Konservativen (EVP), Manfred Weber, will Martin Schulz als Präsident des Europäischen Parlaments mittragen. Allerdings will er das Amt zwischen Sozialisten und Konservativen aufteilen.
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BerlinDer Vorsitzende der konservativen Parteienfamilie (EVP) im Europaparlament will den Sozialdemokraten Martin Schulz für eine halbe Amtszeit als Präsidenten des Europäischen Parlaments mittragen. Er werde seiner Fraktion vorschlagen, das Amt zwischen Sozialisten und Konservativen für je zweieinhalb Jahre aufzuteilen, sagte der neue EVP-Fraktionschef, der CSU-Politiker Manfred Weber, der Zeitung „Die Welt“ laut Vorab-Bericht vom Sonntag. Die EVP würde damit den Vorschlag der Sozialdemokraten und Sozialisten (SPD) für den ersten Teil der Legislatur mittragen, sagte Weber. Es wird allgemein erwartet, dass die SPE Schulz nominiert.

Zuvor hatte der frühere luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker eine wichtige Hürde auf dem Weg zum EU-Kommissionspräsidenten genommen: die SPE unterstützte die Kandidatur des Kandidaten der EVP. Als Gegenleistung reklamiert sie andere EU-Spitzenposten für sich.

Die EVP hatte mit ihrem Spitzenkandidaten Juncker die Europawahl gewonnen. Spitzenkandidat der SPE war Schulz, den die Sozialdemokraten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten aber nicht durchsetzen konnten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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