Powell will Nahost-Friedensprozess anschieben
Rice folgt auf Powell

George W. Bush hat sich entschieden: Die ehemalige Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice soll Colin Powell beerben. Noch-Außenminister Powell will in den letzten zwei Monaten seiner Amtszeit nochmal den Nahost-Friedensprozess anschieben.

HB WASHINGTON. US-Präsident Bush habe sich für Rice als Nachfolgerin für Colin Powell entschieden, meldeten die US-Fernsehsender am Montagabend übereinstimmend unter Berufung auf hohe Regierungsvertreter. Powell hatte am Montag seinen Rücktritt eingereicht.

Die 50-jährige Rice, seit Jahren eine der engsten Mitarbeiterinnen von Bush, wäre die erste schwarze Frau auf dem Chefposten des Außenministeriums. Neuer Sicherheitsberater im Weißen Haus soll den Berichten zufolge der bisherige Stellvertreter von Rice, Steve Hadley, werden.

Powell hatte am Montagmorgen seinen Rücktritt bekannt gegeben und betont, er werde nur noch höchstens zwei Monate im Amt bleiben. In dieser Zeit werde er aber noch einmal versuchen, den Nahost-Friedensprozess voranzubringen. Powell will den israelisch-palästinensischen Konflikt auch zum Thema der bevorstehenden Irak- Konferenz im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich machen. An diesem Treffen nehmen zahlreiche führende Politiker der arabischen Welt teil. Möglicherweise werde er danach noch arabische Hauptstädte zu weiteren Gesprächen besuchen.

„Wir sind erfreut über die verantwortungsbewusste Art und Weise“, mit der die palästinensische Führung nach dem Tod von Palästinenserpräsident Yassir Arafat agierte, sagte Powell am Montag nach einem Gespräch mit seinem israelischen Amtskollegen Silvan Shalom.

Präsident Bush würdigte Powell als einen „der großen Staatsdiener unserer Zeit“ und als „großen Patrioten und Staatsmann“. Powell habe geholfen, die Koalitionen zu schmieden, die „50 Mill. Menschen in Afghanistan und im Irak von brutalen Diktaturen befreiten“.

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