Präsenz in Afghanistan
Nato-Verbündete sagen USA Unterstützung zu

Nach den USA haben nun auch weitere Nato-Staaten angekündigt, die militärische Präsenz in Afghanistan beizubehalten. Deutschland, Türkei und Italien sind wohl bereit, ihren Einsatz im bisherigen Rahmen fortzusetzen.

TrapaniNach dem Stopp des Truppenabzugs aus Afghanistan durch US-Präsident Barack Obama haben wichtige Verbündete nach Angaben von Spitzenvertretern der Nato ebenfalls eine Beibehaltung ihrer Präsenz zugesagt.

„Einige der größten Truppensteller haben uns bereits mitgeteilt, dass sie in ihrer gegenwärtigen Aufstellung bleiben wollen“, sagte der Nato-Oberbefehlshaber in Europa, US-General Philip Breedlove, der Nachrichtenagentur Reuters am Montag.

Weitere Einzelheiten wollte Breedlove nicht nennen. Ein anderer ranghoher Nato-Vertreter erklärte aber, Deutschland, die Türkei und Italien seien bereit, ihren Einsatz im bisherigen Rahmen fortzusetzen.

Die Bundeswehr stellt rund 850 Soldaten in Afghanistan, gefolgt von Italien mit 760 und der Türkei mit etwa 500 Mann. Die USA haben rund 10.000 Soldaten in dem Land.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte zuletzt in einem Interview bereits eine Fortsetzung des Einsatzes der Bundeswehr in Aussicht gestellt. Wegen der angespannten Sicherheitslage müsse dem Land mit Geduld geholfen werden. „Wir dürfen nicht in Wochen oder Monaten denken.“

US-Präsident Barack Obama hatte am Donnerstag angekündigt, dass die Truppenzahl der in Afghanistan noch stationierten 9800 Soldaten auch im überwiegenden Teil des kommenden Jahres beibehalten werde.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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