Präsident ist wenig populär
Schwere Schlappe für Chirac

Das französische Volk hat die Partei des Staatspräsidenten bei den Regionalwahlen am Wochenende derbe abgestraft. Deutliche Gewinne verzeichnente die gemäßigte Linke, während die rechtsradikale Nationale Front hinter den Erwartungen zurück blieb.

HB PARIS. Obwohl die Regionalwahlen am Sonntag in Frankreich nur als ein Stimmungstest für Präsident Jacques Chirac dienen sollten, fühlt sich die Regierung auf Grund des Wahlergebnisses dennoch abgestraft. Schließlich erlitten die regierenden französischen Konservativen eine herbe Wahlschlappe.

Die gemäßigte Linke legte 40 % der Stimmen zu, während die regierenden Mitte-rechts-Parteien auf weniger als 34 % abrutschten. Die rechtsradikale Nationale Front erzielte mit gut 17 % eines ihrer besten Ergebnisse. Die Wahl galt als ein wichtiges Indiz für den französischen Präsidenten, dessen Popularität angesichts hoher Arbeitslosigkeit und staatlicher Einsparungen auf den niedrigsten Stand seit seiner Wiederwahl 2002 gefallen ist.

Raffarin verteidigte am Wahlabend die umstrittenen Reformen. Die Regierung habe angesichts der Wirtschaftslage mit Mut und Entschlossenheit handeln müssen. „Wir werden die Entscheidungen fällen, die wir für unsere Zukunft brauchen, für die Zukunft unseres Landes.“ Die Botschaft der Wähler sei jedoch angekommen. „Ich werde sie berücksichtigen“, sagte Raffarin, ohne sich jedoch zu konkreten Schritten zu äußern.

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