Präsident lässt sich erweichen: CNN sagt „Sorry“ und darf wieder im Iran arbeiten

Präsident lässt sich erweichen
CNN sagt „Sorry“ und darf wieder im Iran arbeiten

Der US-Nachrichtensender CNN darf wieder im Iran arbeiten, nachdem er sich bei Präsident Mahmud Ahmadinedschad entschuldigt hat. CNN hatte eine Pressekonferenz des umstrittenen Staatschefs übersetzt und dabei einen verhängnisvollen Übersetzungsfehler begangen.

HB TEHERAN. Der Sender hatte nach iranischen Angaben am Sonnabend das von Ahmadinedschad benutzte Wort „Atomtechnologie“ als „Atomwaffen“ übersetzt. Daraufhin entzog die Regierung in Teheran CNN die Arbeitserlaubnis. Der Generaldirektor der für ausländische Medien zuständigen Abteilung im Teheraner Kulturministerium, Mohammed Hossein Choschwaght, sagte, beim Arbeitsverbot seien nicht nur der jüngste Fall, sondern auch „frühere Aktivitäten von CNN“ berücksichtigt worden.

Am Montag sendete CNN einen Bericht über das Arbeitsverbot, in dem es hieß, man habe die fehlerhafte Übersetzung korrigiert und sich direkt beim iranischen Volk entschuldigt. Daraufhin ordnete Ahmadinedschad nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens an, dass CNN die Arbeit im Iran wieder aufnehmen dürfe.

Hardliner in Teheran hatten die fehlerhafte Übersetzung als gewollt bezeichnet, um die Haltung der iranischen Regierung im Streit über das Atomprogramm in Misskredit zu bringen. Auch nach der Aufhebung des Arbeitsverbots bezeichnete eine Zeitung die CNN-Korrespondentin Christiane Amanpour am Dienstag als Agentin der CIA und des israelischen Geheimdienstes Mossad. Die Regierung hat solche Vorwürfe nicht erhoben.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%