Präsident Maduro verurteilte die Bluttat
23 Menschen in Autobus in Honduras gemeuchelt

Unbekannte Täter haben in Honduras 23 Passagiere eines Autobusses ermordet. Zahlreiche weitere wurden verletzt, als die mit AK-47- und M-16-Schnellfeuergewehren bewaffneten Männer in der Großstadt San Pedro Sula im Norden des Landes den Bus unter Feuer nahmen.

HB TEGUCIGALPA. Wie der stellvertretende Minister für öffentliche Sicherheit, Armando Calidonio, am Donnerstagabend bestätigte, waren 16 Passagiere auf der Stelle tot, sieben weitere starben im Krankenhaus. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen.

Die Angreifer hinterließen am Tatort ein Schreiben, in dem sie den honduranischen Parlamentspräsidenten Porfirio Lobo, Staatspräsident Ricardo Maduro und Sicherheitsminister Oscar Alvarez beschimpften. Die Unterzeichner gaben sich als Mitglieder der „Volksbefreiungsbewegung Cinchonero“ aus, einer Guerillagruppe, die sich vor mehr als zehn Jahren aufgelöst hatte. Lobo schloss am Abend aus, dass es sich bei den Tätern um Guerilleros handelte, und machte gewöhnliche Kriminelle für die Tat verantwortlich.

Präsident Maduro verurteilte die Bluttat. „Dies ist ein Angriff auf alle Honduraner“, sagte er in einer ersten Reaktion. Die Stadt San Pedro Sula ist eine der Hochburgen der so genannten „Maras“, extrem gewalttätiger Jugendbanden. Maduro hatte in den vergangenen Jahren versucht, mit verschärftem Polizei- und Armeeeinsatz der Bandenkriminalität Herr zu werden. Vor wenigen Tagen berichtete der Präsident, dass er und seine Familie Morddrohungen erhalten hätten.

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