Präsident ohne Einsehen
Assad gibt sich friedlich

Beinahe täglich werden bei Unruhen in Syrien Menschen getötet, oft durch Regierungstruppen. In einem Interview weist Präsident Assad wieder jede Schuld von sich - und lobt den Friedensplan, der längst gescheitert ist.
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BerlinSyriens Präsident Baschar al-Assad hält den Friedensplan des UN-Syrienbeauftragten Kofi Annan nicht für gescheitert. „Nein, der sollte auch nicht scheitern“, sagte Assad in einem Sonntag von der ARD ausgestrahlten Interview mit dem Publizisten Jürgen Todenhöfer. Es sei ein sehr guter Plan und Annan mache bisher „sehr gute Arbeit“. Annan hatte jüngst selbst erklärt, seinem Friedensplan sei es bislang nicht gelungen, ein Ende des Blutvergießens zu erreichen. Wesentlicher Teil des Friedensplans war ein Waffenstillstand, der jedoch von beiden Seiten wiederholt verletzt wurde. Am Sonntag traf Annan in Damaskus ein.

„Das größte Hindernis ist, dass viele Länder den Erfolg des Plans gar nicht wollen, also bieten sie politische Unterstützung an und versorgen die Terroristen in Syrien weiterhin mit Waffen und mit Geld“, sagte Assad in dem am Donnerstag geführten Interview. Diese Länder versuchten, den Plan zum Scheitern zu bringen. Assad beschuldigte die Außenminister Saudi-Arabiens und Katars, „diese Terroristen“ zu unterstützen. Zugleich geht er davon aus, dass die Türkei „logistische Hilfe beim Schmuggeln angeboten“ habe und die Vereinigten Staaten politische Unterstützung lieferten.

Die internationale Gemeinschaft fordert unter anderem die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit in Syrien, um das seit 16 Monaten andauernde Blutvergießen zu beenden. Assad bezeichnete nun bereits die herrschende Regierung als Einheitsregierung, da sich die Opposition, die sich an der Parlamentswahl beteiligt habe, ebenfalls in der Regierung befinde.

Trotz aller internationalen Friedensbemühungen hat die Gewalt in dem Nahost-Land in den vergangenen Wochen einen weiteren Höhepunkt erreicht. Insgesamt sind nach UN-Schätzungen mindestens 10.000 Menschen getötet worden. Auf die Frage nach den zahlreichen Toten sagte Assad: „Die Mehrheit von Ihnen sind Menschen, die die Regierung unterstützen und ein großer Teil der übrigen sind völlig unschuldige Menschen, die durch unterschiedliche Gruppen in Syrien getötet wurden.“ Allein am Sonntag starben mehr als 30 Menschen in dem Land bei Auseinandersetzungen zwischen Assad-Truppen und Aufständischen.

Laut Assad gingen die meisten Verbrechen größtenteils von Banden aus. „Ob nun Al-Kaida oder Extremisten oder Gesetzlose, die sich schon vor Jahren dem Zugriff der Polizei entzogen haben.“ Einige Al-Kaida-Kämpfer seien festgenommen worden, sie stammten aus Tunesien und Libyen.

Wie bereits mehrmals in jüngster Zeit betonte der Präsident, dass sein Volk hinter ihm steht: „Ja. Natürlich genieße ich nach wie vor die Unterstützung durch die Öffentlichkeit.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Mr. Goofy in Menschengestalt ist immer amüsant zu sehen!
    Bald folgst Du dem Schicksal von Gadaffi, Mubarak und anderen kleinen selbsternannten Diktatoren mit zuviel Viagra im Kaffe!

  • Es ist bekqnnt, daß die USA bereits seit 2005 subersiv in Syrien operieren und daß einige Golf-Staaten die sog. "Rebellen" mit Waffen unterstützen. Die Türkei leistet logistische Unterstützung und bietet einen "safe haven", und die USA helfem mit Kommunikationsausrüstung und vielleicht auch mit Aufklärungsergebnissen.

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