Präsident Uribe sagt Rebellen Kampf an
Kolumbien: 60 Tote bei schweren Gefechten

Am Wochenende sind in verschiedenen Regionen des Landes bei Kämpfen zwischen der Armee und linksgerichteten Gruppen sowie rechten paramilitärischen Einheiten auch zehn Soldaten getötet worden.

HB BOGOTA. Nach Angaben der kolumbianischen Armee habe es sich bei den Auseinandersetzungen um die heftigsten Kämpfe seit Monaten gehandelt. Dabei seien am Sonntag in unterschiedlichen Teilen des Landes etwa zehn Soldaten sowie 17 linke Rebellen und 22 recht Paramilitärs getötet worden.

Die Soldaten seien bei einem Überfall der Paramilitärs auf den Ort Villanueva in der Provinz Casanaré im Nordosten des Landes getötet worden, sagte der Kommandant der Streitkräfte, General Martín Carreño. Bei den Gefechten rund 300 Kilometer nordöstlich der kolumbianischen Hauptstadt Bogota seien auch 22 Angreifer erschossen worden.

In Kolumbien liefern sich linke Rebellen seit fast vier Jahrzehnten einen Guerilla-Krieg mit der Armee und rechten paramilitärischen Gruppen. In den 80er Jahren formierten sich die illegalen Paramilitärs als Schutztruppe von Großgrundbesitzern gegen die Rebellen. Eine friedliche Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Allein im vergangenen Jahrzehnt sind dabei rund 40 000 Menschen getötet worden. Präsident Alvaro Uribe hat den linken sowie rechten Extremistengruppen den Kampf angesagt.

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