Präsidenten-Stichwahl in Liberia
Weltbankexpertin gegen Ex-Fußballstar

Die ersten von etwa 1,3 Millionen Wahlberechtigte haben in Liberia ihre Stimme in der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl abgegeben. Der 39-jährige Ex- Fußballstar George Weah tritt gegen die 66 Jahre alte Weltbankexpertin Ellen Johnson-Sirleaf an.

HB MONROVIA. Der 39-jährige Weah hat schon in der ersten Runde mit gut 28 Prozent die meisten Stimmen erhalten und gilt als Favorit. Johnson-Sirleaf lag bei der Abstimmung vor drei Wochen bei knapp 20 Prozent.Bis ein Endergebnis vorliegt können bis zu zwei Wochen vergehen.

An den Urnengang knüpft sich die Hoffnung, dass nach 14 Jahren Bürgerkrieg wieder Stabilität in das westafrikanische Land einkehrt. Das Leben ist gekennzeichnet von bitterer Armut, einer nahezu vollständig zerstörten Infrastruktur sowie einer Arbeitslosenquote von 85 Prozent. In der Hauptstadt Monrovia fehlt es noch immer an den nötigen Voraussetzungen, um die Haushalte an Strom oder fließendes Wasser anzuschließen.

Während Weah in Europa unter anderem beim italienischen Spitzenclub AC Mailand Fußball spielte, arbeitete Johnson-Sirleaf für die Vereinten Nationen (UN) sowie die Weltbank und diente zeitweise als Finanzministerin ihres Landes. Wegen ihres entschlossenen Auftretens hat sie sich den Titel „Eiserne Lady“ erworben.

Gegen Weah verwies sie im Wahlkampf stets auf ihre wirtschaftliche Kompetenz und ihre Erfahrungen in der Politik. Sie wäre die erste gewählte Präsidentin eines afrikanischen Landes.Hinter Weah haben sich inzwischen mehrere ehemalige Rebellen-Anführer gestellt.

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