Präsidentenamt
Frankreich hat zwölf Kandidaten

Zwölf Kandidaten können sich offiziell um die Nachfolge des französischen Präsidenten Jacques Chirac bewerben – darunter auch Globalisierungskritiker und frühere Bauernführer.

HB PARIS. Die offizielle Liste, die der Verfassungsrat veröffentlichte, wartete allerdings nicht mit Überraschungen auf. Die bekannten Kandidaten, die derzeit in den Umfragen vorne liegen, sind Nicolas Sarkozy von der konservativen UMP, die Sozialistin Segolene Royal und der Liberale Francois Bayrou.

Auch der Globalisierungsgegner Jose Bove schaffte es wie der Chef der Front National, Jean-Marie Le Pen, auf die Liste. Zugelassen ist auch der frühere Bauernführer José Bové. Bei ihm war bis zuletzt unklar, ob er die erforderlichen 500 ihn unterstützenden Unterschriften von gewählten Volksvertretern zusammenbekommen hatte, ohne die er nicht hätte antreten können. Der erste Wahlgang ist am 22. April, die Stichwahl dann am 6. Mai.

Für die Präsidentenwahl 2002 war die Rekordzahl von 16 Kandidaten zugelassen worden. Die Zersplitterung der Linken trug dann wesentlich dazu bei, dass der sozialistische Bewerber Lionel Jospin aus dem Rennen geworfen wurde und Le Pen völlig überraschend in die Stichwahl gelangte. Das erleichterte die Wiederwahl von Amtsinhaber Chirac.

Nach der französischen Verfassung werden nur Kandidaten zur Präsidentenwahl zugelassen, die von mindestens 500 Mitgliedern gewählter Körperschaften - von den Parlamentarien bis zu den Bürgermeistern - unterstützt werden. Die vom Verfassungsrat geprüften Unterschriften („parrainages“) dafür müssen außerdem aus mindestens 30 verschiedenen Départements oder Überseegebieten kommen.

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