Präsidentenwahl
Konservative siegen in Mazedonien

Die Konservativen haben bei der Präsidentenwahl in Mazedonien einen klaren Sieg über die Sozialdemokraten errungen. Nach Auszählung fast aller Wahlzettel kam ihr Kandidat Djordje Ivanov auf knapp zwei Drittel der Stimmen.

HB SKOPJE. Die Konservativen haben bei der Präsidentenwahl in Mazedonien einen klaren Sieg über die Sozialdemokraten errungen. Nach Auszählung fast aller Wahlzettel kam ihr Kandidat Djordje Ivanov auf knapp zwei Drittel der Stimmen. Der Sozialdemokrat Ljubomir Frckoski gestand noch in der Nacht zum Montag seine Niederlage ein. Die Wahlbeteiligung lag nur knapp über 40 Prozent. Bei einem niedrigeren Wert wäre sie ungültig gewesen.

Im ersten Wahlgang erzielte Ivanov als Kandidat der Regierungspartei VMRO-DPMNE 35 Prozent der Stimmen, Frckoski von der sozialdemokratischen SDSM kam auf 20,5 Prozent. Der Wahlkampf war geprägt vom Namensstreit mit Griechenland, der seit der Unabhängigkeit Mazedoniens im Jahr 1991 andauert. Die Regierung in Athen lehnt den Namen der früheren jugoslawischen Republik ab, weil sie darin Gebietsansprüche auf die gleichnamige nordgriechische Provinz sieht.

Mit einem Veto blockierte Griechenland einen Nato-Beitritt Mazedoniens. Daraufhin kündigte Ivanov im Wahlkampf an, er werde Athen nicht nachgeben. Frckoski erklärte dagegen, er strebe einen Kompromiss an.

Europäischen Beobachtern zufolge verlief die Wahl weitgehend ruhig. Einige Unregelmäßigkeiten seien allerdings registriert worden. In der Vergangenheit kam es bei Abstimmungen in Mazedonien häufig zu gewaltsamen Ausschreitungen. Mazedonien ist eines der ärmsten Länder Europas. Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 35 Prozent.

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